Newsletter-Archiv

09.08.2017
Landessortenversuche und Rapssortenempfehlung zur Aussaat 2017
17.01.2017
Pflanzenbauveranstaltung 2017
09.12.2016
Programm zu den RAPOOL-Fachtagungen 2017
01.11.2016
Raps-Herbstentwicklung; Stickstoffaufnahme-Bestimmung per Smartphone; RAPOOL-Monitorings; RAPOOL-Fachtagungen 2017
25.08.2016
Empfehlungen für die Spätsaat, Phoma- und Schädlingsprognose, Auf Schnecken achten
09.08.2016
RAPOOL-Sorten in den Landessortenversuchen 2016
19.07.2016
Rapssorten mit Profil, RAPOOL-Präzisionssaatgut, Neue WURZEL-PLUS-Beizung
14.03.2016
Schädlingsprognose, Schädlingskontrolle, Neuer N-Kalkulator
15.01.2016
RAPOOL-Fachtagungen 2016, N-Düngungs-Monitoring, Frischmassebestimmung, Neue Rapshybriden

09.08.2017

Landessortenversuche und Rapssortenempfehlung zur Aussaat 2017

Die bundesweite Rapsernte 2017 nähert sich nun auch im Norden dem Ende. So heterogen wie das gesamte Vegetationsjahr sind auch die Erträge von 20 bis 50 dt/ha ausgefallen. Möglicherweise liegt der Bundesschnitt über dem Vorjahr von 35 dt/ha, befriedigt aber nur in den wenigsten Fällen. Besonders hart hat es wieder den Nordosten ertraglich getroffen, aber auch mitteldeutsche Anbaugebiete sind weiträumig unter den Erwartungen geblieben. Die Kombination der Gründe sind je nach Region sehr individuell, jedoch bleiben die überregionalen Extreme recht ähnlich:

  1. Jahrhunderttrockenheit und Hitze im September 2016.
  2. Früher, regional massiver Läuse- und Virusbefall.
  3. Sehr lange Vegetationsruhe von Anfang November bis März, regional sehr trocken.
  4. Langsames, kühles Frühjahr mit frostnahen Temperaturen zur langen Blüte bis in die 2. Maihälfte.
  5. Danach ausgeprägt hohe Temperaturen und regional Wassermangel.
  6. Ab Ende Juni Siebenschläfer - Tiefdruckgebiete mit regional später Reife oder schwierigen Erntebedingungen.
  7. Regional erhebliche Insektenschäden von späten Erdflohlarven, Kohltriebrüsslern und Stängelrüsslern, sowie Schotenschädlingen.
  8. Verbreitet Verticilliumbefall, örtlich Sklerotinia, machmal Phoma.

Diese überwiegend additiven Widrigkeiten ähneln den Anbaubedingungen des Vorjahres in den nordöstlichen Anbaugebieten. Aktuell deutet sich an, dass Einzelflächen mit weiteren Fruchtfolgen Vorteile gebracht haben, ebenso dass in den LSV mit behandelten und unbehandelten Parzellen erhebliche Mehrerträge erzielt wurden. Der aktuelle Blick auf die vorläufigen Landessortenversuchsergebnisse und in den Bundessortenversuch zeigen, dass auch 2017 die Spitzensorten von RAPOOL eine gute Empfehlung sind. Besonders wenn man die mehrjährige Ertragsstabilität berücksichtigt.

Ergebnisse der Landessortenversuche 2017 

 

* nicht an allen Standorten geprüft; ** nicht alle Standorte vorliegend
Quelle: vorläufige Landessortenversuchsergebnisse 2017, n= 48 Standorte, Stand 09.08.2017

BENDER ist aktuell die Sorte mit den besten Ertragseinstufungen des BSA (9/9/9). 2016 hat er mit 109 rel. den höchsten Ölertrag aller Sorten erreicht. Mit rel. 102 (Kornertrag) im LSV und 106 (Marktleistung) im BSV bestätigt die Sorte auch 2017 hohe und stabile Ertragsleistungen. Für BENDER spricht die besondere Phoma-Gesundheit und mit Blick auf die neue Aussaat hohe Spätsaatverträglichkeit.  

PENN, der Sieger der Landessortenversuche 2015 und 2016 im Kornertrag gehört aktuell mit einem vorläufigen Kornertrag von 103 rel. zu den verlässlichen ertragsstabilen Sorten. Die Stärken von PENN sind der gesunde Stängel auch bei hohem Verticilliumdruck, sowie die hohe Trockenheitstoleranz.      

Die anbaustärkste Sorte Deutschlands AVATAR ist die langjährig zuverlässige Sorte für den problemlosen Drusch. Mit einem aktuellen Kornertrag von 102 rel. zeigt sie erneut die hohe Anpassungs- und Leistungsfähigkeit unter widrigen Bedingungen.

HATTRICK ist der sensationelle Neueinsteiger von RAPOOL im klassischen Sortentyp. Mit einem Kornertrag von aktuell 105 rel. und dem ausgeglichen hohen Ertragsniveau über alle Regionen scheint sich HATTRICK als Robustsorte auszuzeichnen. Speziell im Herbst ist HATTRICK durchsetzungsstark und für Spätsaaten oder schwierigere Standorte bestens geeignet. Hinzu kommt die „normale“ Stängelreife mit mittlerer Gesundheit.

Die Sorten MENTOR und MENHIR mit Kohlhernieresistenz sind die besten vom BSA eingestuften Sorten in diesem Segment. MENTOR hat eine mittlere Reife und einen hohen Ölgehalt, während MENHIR früher blüht und früher reift. Aktuell führt MENHIR mit mehr als 5% Ertragsunterschied in den LSV und scheint das Anbaujahr 2017 etwas besser zu bewältigen.

Alle Sorten sind mit der wachstumsfördernden DMM-Beizung ausgestattet und bieten eine hohe Durchsetzungskraft auch zur anstehenden Aussaat 2017. Zusätzlich sind Bender Penn, Hattrick, Mentor und Menhir mit der Wurzel-Plus-Beizung ausgestattet, die eine weitere Unterstützung in der Jugendentwicklung bietet. Erste Ertragsergebnisse in den eigenen Leistungsprüfungen bestätigen im Erntejahr 2017 zusätzlich leichte Ertragsvorteile für diese Nährstoffbeizung.

Aktuelle Informationen zu den LSV-Ergebnissen, Aussaat- und Anbautipps und kostenlose Servicetools finden Sie auf unserer Homepage www.rapool.de