Sommerraps - Pflanzenschutz

Die jeweils aktuelle Übersicht über die im Sommerrapsanbau zugelassenen Pflanzenschutzmittel finden Sie im Internet unter www.bmvel.de der Datenbank können Sie gezielt nach Kulturart, Schaderreger oder Pflanzenschutzmittel suchen. 

Unkrautbekämpfung
Sommerraps besitzt eine gute Unkrautunterdrückungskraft. Bedingt durch die höhere Aussaatstärke und die zügige Pflanzenentwicklung sind gesunde, gut ernährte Sommerrapsbestände sehr konkurrenzkräftig. Dennoch ist eine Unkrautbekämpfung zu empfehlen, da gerade bei den erforderlichen frühen Saatterminen die Saatstärke niedriger liegt und zudem die Anfangsentwicklung verhaltener ausfällt.

Tierische Schädlinge
Grundsätzlich wird der Sommerraps von den gleichen Krankheiten und Schädlingen wie der Winterraps befallen. Aufgrund der kürzeren Vegetationsperiode und der zügigen Jugendentwicklung ist aber die Gefährdung durch Schädlinge im zeitigen Frühjahr geringer.

Wichtigster Schädling des Sommerrapses ist der Rapsglanzkäfer.In frühen Stadien sind 1 – 2 Käfer/Pflanze bereits bekämpfungswürdig. Als weitere Schädlinge sind Kohlschotenrüssler und Kohlschotenmücke zu nennen. Die Beachtung und Bekämpfung dieser Schädlinge spielt im Sommerraps eine besondere Rolle, da sie meist aus benachbarten Winterraps-Schlägen zuwandern und sich so sehr schnell eine größere Population aufbauen kann. Mehlige Kohlblattlaus oder Rübsenblattwespe sind im Sommerraps nur selten bekämpfungswürdig.

Krankheiten
Da die Abreife etwas später als die von Winterraps erfolgt, ist die Gefährdung vor allem für später auftretende Krankheiten gegeben. Feuchte Bedingungen mit Niederschlägen während der Blüte begünstigen einem Befall mit Sclerotinia. Während der Reife können Niederschläge zu einem Befall mit Alternaria oder Bortrytis führen. Alternariabefall führt zu Ausfallverlusten durch frühzeitig aufplatzende Schoten. Befallene Bestände sollten frühestmöglich beerntet werden.

Wachstumsregulierung
Eine Wachstumsregulierung zur Verbesserung der Standfestigkeit ist nur bei lageranfälligen Sorten und bei üppigen Beständen mit guter Wasserversorgung nötig, der Einsatz von Wachstumsreglern bei Hitze oder Trockenheit kann hingegen sogar zu Ertragsverlusten führen.