Winterrapszüchtung bei RAPOOL
Erweiterung des Einsatzrahmens von Raps durch Zuchtfortschritte und gesellschaftlichen oder politischen Entwicklungen.
Mit 126.000 ha Anbaufläche im Jahr 1900 war Raps eine eher unbedeutende Feldfrucht. Aufgrund seines bitteren Geschmackes diente "Rüböl" bis zur Einführung des Petroleums Mitte des 19. Jahrhunderts in erster Linie als Brennstoff für Öllampen. Nur in Notzeiten, wie den beiden Weltkriegen, stand es auf dem Speisezettel. Nach 1945 wurde annähernd die gesamte Rapsölproduktion im technischen Bereich abgesetzt. Dies änderte sich erst mit der Einführung erucasäurefreier Rapssorten im Jahr 1974. In Zusammenarbeit mit der Forschung ("Göttinger Arbeitskreis Raps") und der Industrie gelang es der Züchtung Sorten zu entwickeln, deren Öl nicht mehr die unerwünschte Erucasäure enthält.
Zu einer sehr wertvollen Kulturpflanze wurde der Raps aber erst durch die zweite Quälitätsverbesserung, bei der es gelang, die im Rapsschrot enthaltenen Glucosinolatwerte zu vermindern.
Ursprünglich auf hochwertige Speiseölqualität gezüchtet, erfüllt das Rapsöl ebenso verschiedenste technische Anforderungen als “Nachwachsender Rohstoff” mit einer vorzüglichen Klima- und Energiebilanz.
Lesen Sie den vollständigen Beitrag von Dr. Martin Frauen, Norddeutsche Pflanzenzucht im angehängten pdf-Dokument.
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