Anbauleitfaden Sommerraps

Anbautechnische Fragen zum erfolgreichen Rapsanbau:

Wie auch beim Anbau von Winterraps sind die Sommerrapshybriden den Liniensorten im Ertrag überlegen. Auch beim Sommerraps zeigt sich, dass die typischen ertragssichernden Eigenschaften der Hybridsoten wie Stresstoleranz, höhere Vitalität und starkes Wurzelwachstum zu höheren Erträgen führen – sowohl in der Praxis als auch in Exaktversuchen.

 

Abb. Blühende Rapsfelder
 Abb. Blühende Rapsfelder
Anbau-Steckbrief:

Aussaat
Möglichst früh, angelehnt an die Aussaatzeit von Hafer. Die Keimung erfolgt bereits bei Bodentemperaturen von 2 - 3 °C, leichte Fröste bis -4 °C werden toleriert.

Aussaatstärke
Liniensorten 80 - 100 keimf. Körner/m2 für Hybridsorten, TKG beachten!

Unkrautbekämpfung
Eine chemische Unkrautbekämpfung kann im frühen Nachauflauf mit zugelassenen Produkten erfolgen.

Düngung (Ertragsziel 30 dt/ha)
Je nach Versorgungsstufe und Vorfrucht: 160 kg/ha Kali, 70 kg/ha Phosphor und 80 - 100 kg/ha Stickstoff vor der Aussaat düngen. Zu Beginn des Streckungswachstums verbessern 30 - 40 kg N/ha den Schoten- und Kornansatz. Eine ausreichende Bor- und Schwefeldüngung ist erforderlich.

Schaderreger
Rapsglanzkäfer ab Erscheinen der Knospe (Beginn Streckung) kontrollieren (Schadschwelle: 1 - 2 Käfer/Pflanze), später Kohlschotenmücke und Rüsslerarten über Gelbschalen beobachten. Bei feuchter Witterung während der Blüte sollte eine Sclerotinia-Bekämpfung in der Vollblüte erfolgen.

Abreife
Mitte bis Ende August. Der gute Vorfruchteffekt sollte durch Wintergetreide genutzt werden.


 

 


 


 



 


2014-01-17-Sommerrapsfolder2014
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