Kohlhernie
Kohlhernie
Kohlhernie (Klumpfußkrankheit) wird durch den bodenbürtigen Pilz Plasmodiophora brassicae hervorgerufen. Die Krankheit tritt nur an Kreuzblütlern (Raps, Senf, Ölrettich etc.) auf zu der auch viele Wildkräuter z.B. Ackerhellerkraut, Rauke, Hirtentäschelkraut gehören.Kohlhernie im Raps vermeiden
Raps ist neben Weizen der Leistungsträger in vielen deutschen Fruchtfolgen. Durch die teilweise hohen Anbaukonzentrationen sind dabei Fruchtfolgekrankheiten im Auge zu behalten. Auch die Kohlhernie hat im letzten Herbst nicht nur in den bereits bekannten Gebieten, sondern auch auf vielen neue Flächen z.B. in Bayern und Baden-Württemberg zu Schäden geführt.Kohlhernie in Raps ? was ist zu tun?
Der intensive Rapsanbau hat zu einer deutlichen Häufung von Kohlherniebefall geführt. Verursacher der Krankheit ist kein Pilz, sondern nach neueren Erkenntnissen ein Einzeller, Plasmodiophora brassicae, dessen Zoosporen (Schwärmsporen) die jungen Wurzeln kreuzblütiger Wirtspflanzen infizieren und sich dort vermehren. Hierbei kommt es zur Ausbildung der typischen Wurzeltumore (siehe Abbildungen) der Transport von Wasser und Nährstoffen aus der Wurzel in den Spross wird gestört und kann in Extremfällen nicht nur zu Welke und Kümmerwuchs führen, sondern auch zum Tod der Pflanze oder ganzer Bestände. Befallsfördernde Faktoren sind vor allem feucht-warme Bodenverhältnisse nach der Aussaat und Boden-pH Werte unter 7.


