Konservierende Bodenbearbeitung: Fahrplan

Wichtige Punkte für einen erfolgreichen Rapsanbau bei konservierender Bodenbearbeitung.

Die Intensität der Bodenbearbeitung ist auch für Winterraps nicht unmittelbar entscheidend für den Ertrag. Die verfügbare Zeitspanne zwischen Ernte der Vorfrucht und der Rapssaat bestimmt die Verfahrensweise. Je geringer die verfügbare Zeitspanne für die Strohrotte bzw. "Strohverdünnung" desto höher ist das Anbaurisiko. Ein leichter Ertragsrückgang des Winterrapses ist nicht zwangsläufig, jedoch aufgrund der im Vergleich zum Pflugeinsatz deutlich reduzierten Kosten durchaus tolerierbar.

  1. Bei Ernte der Vorfrucht auf sehr kurze Stoppel abmähen!
  2. Mähdrusch mit sehr gut eingestellten Strohhäcksler (Messer und Gegenklingenqualität) und mit Spreuverteiler durchführen!
  3. Häcksellängen von 2-2,5 cm anstreben und Windleitbleche des Stohhäckslers sorgfältig ausrichten für eine gleichmäßige Verteilung des Hächselstrohs
  4. Ausgleichsdüngung auf das Stroh ausbringen (ca. 30 kg N/ha flüssig)
  5. Stoppelbearbeitung sehr flach durchführen, Saatbettbereitung durch zweimalige tief mischende Bearbeitung (bei Trockenheit kurz vor dem Saattermin) durchführen (20 cm tief - wenn möglich lang-quer)
  6. Saatbett gut rückverfestigen
  7. Saattermin vor dem 20. August anstreben und die Saatstärke um 20 % zur ortsüblichen Variante erhöhen
  8. Robustsorte wie z.B. VISBY mit DMM-Beize verwenden (wüchsig!)
  9. Beim Drillen langsam fahren
  10. Nach der Einsaat anwalzen (Nur bei Stroheinarbeitung/ Ausnahme Väderstad) 
  11. Letzte Korrektur der Bestände: Auflaufgetreide, Mäuse und Schnecken bekämpfen - Ende September
  12. Kontrolle und Bekämpfung von Auflaufgetreide sowie N-Düngung.