Ackerhygiene: Schädlingen und Krankheiten vorbeugen

Die Bekämpfung des Ausfallrapses kann Schädlinge und Krankheiten reduzieren.

Rapsstoppel
 Rapsstoppel
In Regionen mit hoher Rapsdichte ist die Fruchtfolge ein nachhaltiger Faktor für einen erfolgreichen Rapsanbau. Ein überlegtes Fruchtfolgemanagement kann den Befall mit Krankheiten und Schädlingen bei Winterraps reduzieren.
Eine große Rolle spielen die umfassende Beseitigung des Altaufschlages und eine sorgfältige Bodenbearbeitung. Diese Maßnahmen führen zu:

  • Unterbrechung der "grünen Brücke"
  • Schaffung optimaler Keimbedingungen für Ausfallraps und Unkräuter/Ungräser
  • Beseitigung von Infektionsmaterial
  • Störung des Vermehrungszyklus diverser Schadorganismen

Bekämpfung des Ausfallrapses
Druschverluste 1 dt/ha bis 3 dt/ha - im Einzelfall bis zu 8 dt/ha- Ausfallraps sind in der Praxis durchaus üblich. Dies ist ein Vielfaches der normalen Aussaatmenge von Winterraps. Oberstes Ziel nach dem Rapsdrusch muss also ein vollständiger Auflauf und ein anschließendes Beseitigen des Ausfallrapses innerhalb von vier Wochen sein.

Schädlinge und Krankheiten durch Bodenbearbeitung, Beizung und Sortenwahl reduzieren
 Schädlinge und Krankheiten durch Bodenbearbeitung, Beizung und Sortenwahl reduzieren
Bei ausreichender Feuchtigkeit (Taubildung) werden die besten Keimergebnisse ohne Bearbeitung der Stoppel erreicht. Dies ändert sich bei Trockenheit! Eine möglichst flache, erste Bearbeitung mit anschließender Rückverfestigung zeigt dann deutliche Vorteile. Schon eine kurze Bewegung der Samen durch Bearbeitung erhöht die Auflaufrate beträchtlich.
Bei Nichtbeachtung dieser Grundsätze und nachfolgender tiefer Saatbettbereitung ist Altaufschlag in den Folgejahren vorprogrammiert. Alle Samen, die nicht in der Keimzone liegen, bilden eine Keimruhe aus und können dort bis zu 10 Jahre überdauern.
Darüber hinaus werden mit der Beseitigung der Rapsstoppel und des Altaufwuches eine Vielzahl von Krankheiten und Schädlingen  reduziert. (s.Abb)