Der pH-Wert

Kalkung sichert durch Anhebung des pH-Wertes die Nährstoffverfügbarkeit, den Schutz vor Krankheiten und sorgt für eine stabile Krume.

Keimling Raps
Als Kohlpflanze und Hackfrucht liebt Winterraps ein feinkrümeliges, gut durchlüftetes Saatbett.
Die Stabilität der Krume, die Nährstoffverfügbarkeit anderer Nährstoffe und das Kleinklima spezieller im Raps gefährlicher Pilze wie z.B. Kohlhernie hängt davon ab. Auch werden bei Anhebung des pH-Wertes durch Kalkung andere Makro- und Mikronährstoffe verfügbar oder im Einzelfall auch reduziert.

Der Nährstoffbedarf liegt bei Winterraps häufig über dem Entzug durch das Korn. Durch Abwurf der Blätter und Blüten sowie im Rapsstroh verbleiben große Mengen auf dem Acker und stehen der Nachfrucht zur Verfügung. In einer Rapsfruchtfolge wird häufig die sog. Fruchtfolgedüngung angewandt. Dies bedeutet, eine dem Rapsbedarf angepasste Grunddüngerversorgung wird zu Winterraps appliziert und der Nachfrucht, in der Regel Weizen, wird kein Grunddünger mehr verabreicht. Eine Kalkung des Standortes sollte schon in der Vorfrucht vor Winterraps stattfinden, um die Einflüsse auf die Nährstoffverfügbarkeit zu optimieren und Infektionsbedingungen der Kohlhernie zu erschweren. Der pH-Wert sollte auf Mineralböden pH 6,5 nicht unterschreiten. Kann auf anmoorigen oder sandigen Standorten der pH-Wert nicht angehoben werden, so müssen längere Anbaupausen zwischen den Kreuzblütlern eingehalten werden. Zwischenfrüchte sind dabei wie Hauptfrüchte zu bewerten.