Auf die Rübsenblattwespe achten!

Derzeit häufen sich die Hinweise (u.a. aus Schleswig-Holstein und Niedersachsen), dass auch in diesem Herbst wieder mit einem verstärkten Auftreten der Rübsenblattwespe zu rechnen ist.

Typischerweise tritt die Rübsenblattwespe nach warmen und trockenen Sommern auf. Die Raupen können bei einem massiven Befall besonders dem jungen, gerade auflaufenden Winterraps einen beträchtlichen Schaden zufügen. Ein erster Hinweis zeigen die Blätter die Rand-, Fenster- und/oder Lochfraß bis hin zum Skelettierfraß aufweisen. Zudem sind die großen, dunklen Raupen deutlich im Bestand zu erkennen.

Abgesehen vom Blattfraß hinterlassen die Raupen keine bleibenden Schäden. Je nach Pflanzengröße bzw. je nach Bestandesdichte kann ein Befall problemlos toleriert werden, bevor Maßnahmen notwendig werden.

Eine Bekämpfung lohnt, wenn ab 3- bis 6-Blatt-Stadium ein bis zwei Raupen pro Pflanze aufgefunden werden.  Die gezielte Bekämpfung ist mit jedem zugelassenen Pyrethroid möglich. Wichtig ist, dass die volle, zulässige Aufwandmenge gefahren wird, da aufgrund der Raupengröße erst dann eine Wirkung sicher ist.

 

Biologie der Rübsenblattwespe (Athalia rosae) [1]:

  • Abb. Rübsenblattwespe
     Abb. Rübsenblattwespe
    Wespe: 6-8 mm langer Körper, schwarzer-glänzender Kopf, leicht gekeulte Fühler, überwiegend orangegelber Hinterleib, zwei schwarzdunkle Flecken am Flügelansatz auf dem Rücken.
  • Raupe: bis 20 mm lang, keine Beborstung, 11 Beinpaare (davon 3 an der Brust), graugrüne bis später dunkelgrüne bis schwarzgraue Farbe.
  • Die letzte, dritte Rübsenblattwespen-Generation kann den Raps im Herbst schädigen.

 

 

 

[1] Quelle: Rapool nach Schönberger, H. (2012)

02.09.2015, M.Sc. Agrar Dania Bornhöft, RAPOOL-RING GmbH