Blütenbehandlung 2016

Aktuelle zusammengefasste Informationen zur Blütenbehandlung 2016.

  1. Eine gleichmäßige Benetzung und Durchdringung des Bestandes sind Grundvoraussetzungen für eine ausreichende Wirkung! Nicht nur die Blüten benetzen, sondern auch bis zu den Blattachseln vordringen.
  2. Nicht am Wasser sparen. Eine Wasseraufwandmenge von mindestens 300 l/ha wählen.
  3. Fahrgeschwindigkeit anpassen, die Spritzflüssigkeit muss den Bestand auch durchdringen können(maximal 5 bis 6 km/h).
  4. Der optimale Behandlungstermin ist nach wie vor das Stadium EC 65 (Vollblüte = 50 % der Blüten am Haupttrieb geöffnet, erste Blütenblätter fallen ab). Frühere Behandlungstermine minimieren zwar die Fahrspurverluste, die Dauerwirkung der Fungizide ist in der Regel aber nicht ausreichend. Zu späte Behandlungen können gesetzte Infektionen nicht mehr heilen.
  5. Abends behandeln (zum einen weniger Wirkstoffeintrag über Pollen, zum anderen Reduzierung von Fahrspurverlusten durch trockene Bestände, höhere Elastizität).
  6. Bei feuchter Witterungslage während der Blüte (ähnlich 2010) sollten die leistungsstärksten Fungizide, zum Beispiel Cantus Gold, Propulse, Custodia, zum Einsatz kommen. Keine Aufwandmengen reduzieren!
  7. Gestaltet sich die Wetterlage trocken, können zur Absicherung preisgünstigere Mischungen eingesetzt werden.
  8. Veränderte Bienenschutzauflagen bei Mischungen von Fungiziden und Insektiziden beachten!

Quelle: Manja Landschreiber, LKSH, Bauernblatt 16.04.2016