Regen behindert den Abschluss der Rapsernte

Im Norden Deutschlands konnten einige Bestände auf Grund des wechselhaften Wetters noch nicht gedroschen werden.

Während in tieferen Lagen etliche Betriebe die Ernte aller Winterungen bereits komplett beendet haben, steht im Norden und in allen Höhenlagen noch sehr viel Weizen, Raps und zum Teil sogar noch Wintergerste. Und die Wetterprognosen bleiben bis Mitte August wechselhaft. Auch wenn alle noch stehenden Rapsbestände optisch recht grau aussehen, lohnt sich ein genauerer Blick auf die Schoten.

Abb. Rapsbestand
 Abb. Rapsbestand
Denn es ist immer wieder erstaunlich, wie belastbar auch die reifen Schoten sein können.

Welche Kultur zuerst dreschen?
Wenn noch mehrere druschreife Kulturen anstehen, stellt sich die Frage der Druschpriorität. Sobald auch der Weizen trocken ist, werden viele Betriebe die Weizenernte vorziehen, um noch Qualitäten zu retten. Zur Beurteilung der Situation sollten Sie aber ihre noch stehenden Rapsbestände kontrollieren. Bestände,in denen bereits viele ausgefallene Schoten zu finden sind und auch kranke Bestände die jeden Tag tiefer ins Lager sacken, sollten zügig geerntet werden. Reife Rapsbestände trocknen immerhin deutlich schneller ab als Getreide. Auch stark durchgrünende Verunkrautung spricht für zügigen Drusch. Ein reifer Rapsbestand, in dem noch keine aufplatzenden Schoten zu finden sind, muss dagegen im Zweifelsfall noch etwas länger stehenbleiben.

Abb. Abreifende Schoten
 Abb. Abreifende Schoten
Hier sind dann neben guten Nerven des Betreibsleiters auch stängelgesunde Sorten mit guter Standfestigkeit gefragt.

Im RAPOOL Sortiment zeigen insbesondere PENN, BENDER und NIMBUS ihre Ernteflexibilität nicht nur, aber auch unter solchen Stressbedingungen. Und das mit starken Leistungen, wie die diesjährigen LSV-Ergebnisse bestätigen.

5.08.2016 Dipl.-Ing. agr. Rainer Kahl, RAPOOL-RING GmbH