Günstige Entwicklungsbedingungen für den Rapserdfloh

Aktuelle Prognosen signalisieren günstige Zuflugbedingungen im Nordwesten für den Rapserdfloh.

Erdflohfraß
Laut Expert – Prognose haben im Nordwesten die Witterungsbedingungen mit leichten bis mittleren Niederschlägen Anfang September ausgereicht, um den Zuflug der Rapserdflöhe zu starten (siehe Deutschlandkarte Neuzuflug vom 12.09.2016). Im Süden und Osten war es bisher zu trocken und zu heiß für stärkere Zuflüge. Hier wird voraussichtlich erst dem angekündigtem Wetterumschwung zur Monatsmitte ein stärkerer Zuflug folgen.

Kontrollen auf Blattfraß und per Gelbschale

Auch wenn die Karte farblich „Gefahr“ oder „Sicherheit“ suggeriert, variiert der Zuflug in allen Regionen von Schlag zu Schlag erheblich. Über Eingabe der Postleitzahl oder mit Klick auf der Karte geht es zur nächstgelegenen Wetterstation. Nutzen Sie die Informationen zum Zuflug, zur Eiablage und zum Larvenschlupf zur gezielten Entscheidungsfindung, auch in Kombination mit evtl. anstehenden Wachstumsregler- und Fungizidmaßnahmen.

Kontrollieren  Sie Ihre Rapsbestände  aber unbedingt persönlich optisch genau. Als Schadschwellen gelten 50 Rapserdflöhe per Gelbschale  innerhalb von 3 Wochen. Bei starkem Zuflug kann es aber durch Blattfraß bereits früher zu stärkeren Schäden kommen. Dann sollte bei mehr als 10% zerfressener Blattfläche eine gezielte Behandlung erfolgen. Aber auch umgekehrt: Bei keinem oder geringem Befall keine prophylaktischen Behandlungen! Und nicht jedes Loch im Blatt stammt vom Erdfloh. Neben Schnecken sind in diesem Herbst verstärkt auch die Raupen der Kohlmotte auf der Blattunterseite zu finden. Auch sie verursachen Lochfraß.

Und noch ein Hinweis in eigener Sache: Wir würden uns über Ihre Rückmeldung zum aktuellen Schädlingsbefall in unserem aktuellen Erdfloh- und Kohlfliegenmonitoring freuen.

12.09.2016 Dipl.-Ing. agr. Rainer Kahl, RAPOOL-RING GmbH