Für einen sicheren Start

Schneckenschäden wirksam vorbeugen

Die Gerstenernte läuft, Getreide GPS Flächen sind geräumt. Dies bietet genügend Zeit für eine sorgfältige Vorbereitung der Rapsaussaat. Bereits jetzt sollten sie auch die Gelegenheit zur Schneckenbekämpfung nutzen.

Häufig kann man derzeit beim Herausziehen von Raps- oder Getreidestoppeln mit geschultem Auge die kleinen glasigen Schneckeneier finden (siehe Foto). Während sich adulte Schnecken bei Trockenheit in tiefere Bodenschichten zurückziehen können, sind Jungschnecken und Schneckeneier in dieser Phase fast schutzlos. Mit jeder mechanischen Bearbeitung können daher gute Bekämpfungserfolge erzielt werden, noch bevor die Folgekultur bestellt wird.

Falls es zeitlich möglich ist, könnte in diesem Jahr statt einer frühen Bestellung eine zusätzliche Bodenbearbeitung mit guter Rückverfestigung die bessere Wahl sein. Jeder zusätzliche Arbeitsgang vermindert den Schneckendruck, fördert das Auflaufen von Unkräutern und verbessert in der Regel die Qualität des Saatbettes – nicht nur für die Rapsaussaat.

Kurz vor und besonders nach der Rapsaussaat gilt es dann das mögliche Schneckenpotenzial z.B. durch Schneckenfolien und regelmäßige Kontrolle im Blick zu behalten und bei Bedarf zu bekämpfen.

Die Firma De Sangosse bietet mit ihrem Schneckenmonitoring www.schneckenmonitoring.de eine gute Übersicht zum regionalen Schneckenaufkommen und sucht noch freiwillige Helfer: Das Monitoring von DE SANGOSSE beginnt etwa 2 Wochen vor der Rapsaussaat. Alle Teilnehmer erhalten nach der Anmeldung (z.B. online über Webseite) ein Monitoring-Set, bestehend aus Schneckenfolien, Regenmesser sowie Informationsmaterial. Sie legen die Folien auf unbehandelten Flächen aus und zählen jeweils montags und donnerstags morgens vor 8.00 Uhr die Schnecken darunter. Die Übermittlung der Ergebnisse ist erstmals per App und wie bisher per Fax möglich.

11.07.2017 Dipl.-Ing. agr. Rainer Kahl, RAPOOL-RING GmbH