Häufig gestellte Fragen

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Habe ich höhere Saatgutkosten, wenn die Keimfähigkeit des Saatgutes nicht so gut ist?

Nein, denn wir von RAPOOL gleichen die Saatgutmengen in den Säcken immer auf 100 % keimfähiges Saatgut an. Dies bedeutet zum Beispiel, dass bei einer angenommenen Keimfähigkeit von 89 % von uns freiwillig 11% mehr Saatgut in die Säcke eingefüllt wurde. Da es sich bei Saatgut um ein Naturprodukt handelt können Keimfähigkeiten Schwankungen unterliegen. Für den Landwirt entsteht aber bei dem Kauf von RAPOOL-Saatgut daraus kein Nachteil. Unabhängig von Tausendkorngewicht und Keimfähigkeit enthält bei RAPOOL jede Hybridraps-Einheit 1,5 Millionen keimfähige Körner und jede Liniensorten-Einheit 2 Millionen keimfähige Körner.

Darf man Liniensorten im September noch anbauen?

Für die Aussaat einer Liniensorte ist es im September in der Regel zu spät. Hybridsorten können allerdings noch in der ersten Septemberdekade ausgesät werden. Je nach Witterung ist auch eine Spätsaat bis Mitte September möglich. In Spätsaatversuchen in Norddeutschland mit Saatterminen am 19.09. konnten im letzten Jahr noch akzeptable Erträge eingefahren werden. Dann muss aber natürlich alles stimmen, Saatbeet, Witterung, Saatstärke (etwas erhöht auf 50-60 Körner). Für die späte Saat kann z.B. die Sorte VISBY empfohlen werden, diese hat in den mehrjährigen Spätsaatversuchen am besten abgeschnitten und ist auch sonst eine zuverlässige, praxistaugliche Hybridsorte.

Welche Auswirkungen haben Nachtfröste während der Blüte?

Nach Nachtfrösten kann man beobachten, dass sich die Triebe nach unten bzw. zur Seiten gebogen haben. Der Haupttrieb steht häufig im 90 Grad Winkel. Im Laufe des Tages richten sich die Triebe aber wieder auf.

Nach Frösten sind häufig Frostrisse am Stängel zu beobachten. Sie ähneln den bekannten Wachstumsrissen, die bei starkem Streckungswachstum normal sind. Wie die Wachstumsrisse bilden auch die Frostrisse Eintrittspforten für Krankheiten wie z.B. Phoma lingam oder Botrytis. Eine gezielte fungizide Maßnahme wird allerdings nicht durchgeführt, da während der Streckungsphase meist sowieso ein wachstumsregelndes Fungizid eingesetzt wird, gefolgt von einer Vollblütenbehandlung. Bei strengen Nachtfrösten kann es zum regelrechten Aufplatzen der Stängel kommen. Dies hat dann auch Auswirkungen auf Standfestigkeit, Beerntbarkeit und Ertrag.

Oft bleiben die während der Frosttage befruchteten Blüten steril, das heißt es entwickelt sich keine Schote. Die vor und nach dem Frost befruchteten Blüten sind davon nicht betroffen und bilden normale Schoten. Frostperioden während der Blüte kann man daher daran erkennen, dass am Haupttrieb und auch an den Seitentrieben jeweils eine Zone gleichen Alters ohne Schotenansatz zu finden ist, während darunter und darüber ganz normale Schoten zu finden sind. Der Schaden ist in der Regel unbedeutend, denn eine gesunde Rapspflanze kann im Blühverlauf hunderte Blüten bilden, von denen in der Regel sowieso nur ein Bruchteil zu Schoten entwickelt wird. Denn die Pflanze setzt - vereinfacht gesprochen – nur so viele Schoten an, wie sie auch ernähren kann. Fehlen vorne ein paar Schoten, so werden eben aus späteren Blüten Schoten gebildet. Dies kann z.B. bei schwachem bis mittlerem Rapsglanzkäfer – Fraß so beobachtet werden. Schwierig wird es immer dann, wenn die Rapspflanzen unter starkem Stress stehen und derartige Schädigungen nicht mehr auswachsen können, da ihnen die Kraft oder das Wasser fehlt.
 

Wie hoch sind die Glycosinulatgehalte (GSL) der einzelnen Sorten?

In den Beschreibenden Sortenliste des Bundessortenamtes sind die Sorten MENDEL und DIMENSION z.B. mit der Note 3 im GSL-Gehalt eingestuft, somit liegt dieser sicher unter 18 µMol pro Gramm Korn bei 9 % Feuchtigkeit und 40 % Öl. Der Schlüssel für diese Einstufung ist in dem genannten Heft veröffentlicht.
Die Note 3 haben die meisten Sorten. Allein die Sorten VISBY, VIKING und TENNO sind mit 2 eingestuft, was bedeutet, dass der GSL-Gehalt kleiner 12 µMol ist.
 

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