Effizient düngen – Raps braucht nicht nur Stickstoff

von Gerhard Feger, K+S KALI GmbH

Bei der Festlegung der Bodenarten unterlaufen den Bodenuntersuchungsanstalten zu viele Fehler, die zu einer Fehlplanung bei der Kalkung, der Kalium- oder Magnesiumdüngung führen können. Die Nährstoffgehaltsstufen von A bis E sind  zu häufig  irreführend festgesetzt. Für die Kalkdüngung sollte ein qualitativ hochwertiger Kalk mit hohem Feinheitsgrad der Vermahlung eingesetzt werden, damit auch das Magnesium im dolomitischen Kalk zur Wirkung kommen kann.

Feldversuche  in verschiedenen Naturräumen belegen den hohen Kalium- und Magnesiumdüngebedarf von Raps. Vor dem Hintergrund  verbesserter Frost-  und Trockenresistenz ist die Empfehlung abgeleitet, dass der Raps im Herbst oder im zeitigen Frühjahr gezielt mit Kali für die gesamte Fruchtfolge versorgt werden soll. Auf die rückläufigen Nährstoffgehalte von Gülle wird in dem Zusammenhang aufmerksam gemacht.

Rapsdüngung
 Rapsdüngung
Die Unterfußdüngung mit NP-Düngern zu Raps ist noch in der Erprobungsphase. Erste Eindrücke lassen ein verbessertes Pflanzenwachstum erwarten. Deutlich Mehrerträge konnten noch nicht nachgewiesen werden.

Die Schwefeldüngung zu Raps hat einen hohen Stellenwert, weil gerade Ölpflanzen eine besonders hohe Bedürftigkeit besitzen. Als Gesamtdüngermenge sind 30 bis 40 kg S/ha als Sulfatschwefel vorzusehen, die z.T. mit Korn-Kali im Herbst oder als Stickstoff-Schwefel bzw. Kieserit zu Vegetationsbeginn zu düngen sind. Schwefel aus wirtschaftseigenen Düngern wie Gülle oder Gärsubstrat hat keinerlei aktuelle Düngerwirkung und darf bei der Schwefeldüngerplanung nicht berücksichtigt werden.

Bei der Mikronährstoffdüngung gilt das Hauptaugenmerk den Nährstoffen Bor, Mangan und Molybdän. Mangelbilder zeigen die Schwerpunkte des Auftretens von Mangan – und Bormangel bei Raps. Entsprechende Blattdüngungsmaßnahmen mit 300 – 500 g/ha Bor und Mangan sind als Standardmaßnahme einzuplanen, um den Bedarf von Raps abzudecken.