Aktuelle Marktentwicklung im Raps

ISTA Mielke GmbH –Weltmarktforschungsinstitut, 21077 Hamburg, Langenberg 25,  Tel: 040 761050-10  david.mielke@oilworld.de Internet: www.oilworld.de

 

Die europäischen Rapspreise haben sich Anfang November erholt. Bullische externe Faktoren, vor allem die unsicheren Aussichten für Getreide- und Ölsaatenexporte aus der Schwarzmeerregion sowie steigende Pflanzenölpreise, überwiegen derzeit die bärischen Angebots- und Nachfrageaussichten für Raps. Der starke Anstieg der Sojaöl Preise, als Folge einer Verknappung der Sojaölversorgung in den drei größten Exportländern, stützt zusätzlich die Rapspreise.  

           

Die Weltproduktion von Raps fällt noch größer aus als ursprünglich erwartet und wird nun 2022/23 voraussichtlich einen Rekordwert von 76,2 Mio. t erreichen, was einem Anstieg von 9,6 Mio. t oder 14% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Derzeit gibt es noch eine große Spanne von Ernteschätzungen für Australien, wobei das Ausmaß der Schäden durch starke Regenfälle und lokale Überschwemmungen in östlichen Produktionsregionen ein großer Unsicherheitsfaktor ist. Die weitere Ausdehnung der Fläche um 0,4 Mio. ha in diesem Jahr dürfte die Ernte auf mindestens 7,1 Mio. t (vs. 6,9 Mio. t im Jahr 2021) anheben, wobei ein Rückgang des durchschnittlichen Ertrags von rund 8% angenommen wird. 

Wir haben auch unsere Ernteschätzungen für Kanada, Russland und die USA angehoben. In Indien dürften die Aussaat in dieser Saison, entgegen ursprünglichen Schätzungen eines Rückgangs, weiter zunehmen und die Ernte in dieser Saison möglicherweise unverändert bei rund 10,3 Mio. t halten.

Entwicklung der Raps Weltproduktion 2002 bis 2022
 Entwicklung der Raps Weltproduktion 2002 bis 2022

Der Produktionsanstieg schafft die Voraussetzungen für eine Erholung der weltweiten Exporte von Raps um schätzungsweise 3,5 Mio. t in 2022/23.

Das Handelsvolumen stagnierte in Juli/Sept praktisch bei 3,6-3,7 Mio. t, wobei die stark rückläufigen Exporte aus Kanada (aufgrund ungewöhnlich niedriger Vorräte) durch größere Mengen aus Australien ausgeglichen wurden. Allerdings hat sich die weltweite Importnachfrage nach Raps in den letzten Monaten offenbar erholt, begünstigt durch stark gesunkene Preise. Die kanadischen Exporte sind bereits in der zweiten Septemberhälfte und im Oktober deutlich gestiegen. Dieser Trend wird sich voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf und im Januar/Juni 2023 fortsetzen. 

Der größte Teil des Anstiegs der weltweiten Importe von Raps wird in dieser Saison in China erwartet. Vergleichsweise große Käufe von kanadischem Raps für den Export nach China wurden in letzter Zeit gemeldet. Eine Erholung zeichnet sich auch in Pakistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten ab.

Die steigende Nachfrage, sowohl von Mühlen im Inland als auch aus wichtigen Importländern, sowie die steigenden globalen Pflanzenölpreise stützten die kanadischen Rapspreise in letzter Zeit, wodurch sich die Prämie von Rapsöl in Vancouver gegenüber Rapsöl in Nordwesteuropa deutlich ausgeweitet hat.

Die aktuellen Marktpreise gelten jedoch angesichts des Rekord-Weltrapsangebots von mehr als 82 Mio. t in dieser Saison immer noch als überbewertet. Aktuelle OIL WORLD Schätzungen gehen von einem Anstieg der weltweiten Rapsverarbeitung um etwa 5 Mio. t auf einen Rekordwert von 69-70 Mio. t im Juli/Juni 2022/23, was immer noch eine Erholung der weltweiten Bestände am Ende der Saison um 3-4 Mio. t impliziert.

Die europäischen Rapspreise haben sich Anfang November erholt. Bullische externe Faktoren, vor allem die unsicheren Aussichten für Getreide- und Ölsaatenexporte aus der Schwarzmeerregion sowie steigende Pflanzenölpreise, überwiegen derzeit die bärischen Angebots- und Nachfrageaussichten für Raps. Der starke Anstieg der Sojaöl Preise, als Folge einer Verknappung der Sojaölversorgung in den drei größten Exportländern, stützt zusätzlich die Rapspreise.  

           

Die Weltproduktion von Raps fällt noch größer aus als ursprünglich erwartet und wird nun 2022/23 voraussichtlich einen Rekordwert von 76,2 Mio. t erreichen, was einem Anstieg von 9,6 Mio. t oder 14% gegenüber dem Vorjahr entspricht. Derzeit gibt es noch eine große Spanne von Ernteschätzungen für Australien, wobei das Ausmaß der Schäden durch starke Regenfälle und lokale Überschwemmungen in östlichen Produktionsregionen ein großer Unsicherheitsfaktor ist. Die weitere Ausdehnung der Fläche um 0,4 Mio. ha in diesem Jahr dürfte die Ernte auf mindestens 7,1 Mio. t (vs. 6,9 Mio. t im Jahr 2021) anheben, wobei ein Rückgang des durchschnittlichen Ertrags von rund 8% angenommen wird. 

 

Wir haben auch unsere Ernteschätzungen für Kanada, Russland und die USA angehoben. In Indien dürften die Aussaat in dieser Saison, entgegen ursprünglichen Schätzungen eines Rückgangs, weiter zunehmen und die Ernte in dieser Saison möglicherweise unverändert bei rund 10,3 Mio. t halten.

Entwicklung der Raps Weltproduktion 2002 bis 2022
 Entwicklung der Raps Weltproduktion 2002 bis 2022

Der Produktionsanstieg schafft die Voraussetzungen für eine Erholung der weltweiten Exporte von Raps um schätzungsweise 3,5 Mio. t in 2022/23.

 

Das Handelsvolumen stagnierte in Juli/Sept praktisch bei 3,6-3,7 Mio. t, wobei die stark rückläufigen Exporte aus Kanada (aufgrund ungewöhnlich niedriger Vorräte) durch größere Mengen aus Australien ausgeglichen wurden. Allerdings hat sich die weltweite Importnachfrage nach Raps in den letzten Monaten offenbar erholt, begünstigt durch stark gesunkene Preise. Die kanadischen Exporte sind bereits in der zweiten Septemberhälfte und im Oktober deutlich gestiegen. Dieser Trend wird sich voraussichtlich im weiteren Jahresverlauf und im Januar/Juni 2023 fortsetzen. 

 

Der größte Teil des Anstiegs der weltweiten Importe von Raps wird in dieser Saison in China erwartet. Vergleichsweise große Käufe von kanadischem Raps für den Export nach China wurden in letzter Zeit gemeldet. Eine Erholung zeichnet sich auch in Pakistan und den Vereinigten Arabischen Emiraten ab.

 

Die steigende Nachfrage, sowohl von Mühlen im Inland als auch aus wichtigen Importländern, sowie die steigenden globalen Pflanzenölpreise stützten die kanadischen Rapspreise in letzter Zeit, wodurch sich die Prämie von Rapsöl in Vancouver gegenüber Rapsöl in Nordwesteuropa deutlich ausgeweitet hat.

 

Die aktuellen Marktpreise gelten jedoch angesichts des Rekord-Weltrapsangebots von mehr als 82 Mio. t in dieser Saison immer noch als überbewertet. Aktuelle OIL WORLD Schätzungen gehen von einem Anstieg der weltweiten Rapsverarbeitung um etwa 5 Mio. t auf einen Rekordwert von 69-70 Mio. t im Juli/Juni 2022/23, was immer noch eine Erholung der weltweiten Bestände am Ende der Saison um 3-4 Mio. t impliziert.

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