Aktuelle Marktentwicklung im Raps 08. Juli 2024

Die Rapspreise in der EU haben sich in der Woche zum 5. Juli deutlich erholt. Die sich für 2024/25 abzeichnende Knappheit von Raps auf dem Weltmarkt sowie die steigenden Pflanzenölpreise waren die wesentlichen Faktoren für den Preisanstieg.

Meldungen über mögliche Verluste aufgrund starker Regenfälle kurz vor der Ernte in Teilen Europas trugen ebenfalls zur Preisstärke bei. In Deutschland überstiegen die Notierungen in der vergangenen Woche 490 EUR, ein Plus von 7 % in zwei Wochen und der höchste Stand seit Mai 2024. Der diesjährige Preisdruck für die neue Ernte wird möglicherweise in diesem Jahr nur von kurzer Dauer zu sein.

Preisentwicklung Raps seit 2010
 Preisentwicklung Raps seit 2010
Eine Korrektur der Rapspreise in Europa war unvermeidlich, um in den kommenden Wochen ausreichende Mengen an Raps vom Weltmarkt in die EU zu bringen, um den erheblichen Rückgang des Inlandsangebots im Juli/Juni 2024/25 auszugleichen. Dies spiegelt sich nun auch in den Terminkontrakten mit späterem Verfall wider, wobei die Prämie von EU-Raps gegenüber kanadischem Raps (beide November-Positionen) in der Woche bis zum 5. Juli bei über 70 US-Dollar lag, verglichen mit nur 45 US-Dollar vor einem Monat und einem Abschlag von 78 US-Dollar am 6. Juli 2023 (in den jeweiligen Kontrakten vom November 2023).                                                                          

Die weltweiten Exporte von Raps haben im April/Juni 2024 das Vorjahresniveau um mehr als 40 % übertroffen, wobei die mit Abstand größten Zuwächse in Kanada und Australien zu verzeichnen waren. Die gesamten Exporte aus der Ukraine, Kanada, Uruguay und Australien stiegen im April/Mai um 0,8 Mio. T oder 37%. Die EU war mit 0,9 Mio. T (gegenüber 0,2 Mio. T im Apr./Mai 2023) und einem Anteil von 30 % an der Gesamtmenge das mit Abstand größte Zielland.

Weiterhin hohe australische Exporte in den letzten Wochen deuten darauf hin, dass die australische Rapsproduktion in dieser Saison und wahrscheinlich auch die Ernte 2022 größer ausgefallen ist als ursprünglich erwartet. Offiziellen Handelsdaten zeigen Rapsexporte von 0,68 Mio. T im Mai (gegenüber 0,5 Mio. T im Vorjahr). Berichten zufolge wurden im Juni weitere 0,4 bis 0,5 Mio. T verschifft (gegenüber 0,32 Mio. T ein Jahr zuvor). OIL WORLD schätzt die australische Rapsernte 2023 nun auf 5,75 Mio. T, verglichen mit der jüngsten ABARES-Zahl von 5,52 Mio. T und der revidierten Schätzung von 8,4 Mio. T für 2022 (gegenüber 8,27 Mio. t ABARES).

Die Rapspreise werden auch durch das voraussichtliche Produktionsdefizit bei Pflanzenölen in der Saison 2024/25 gestützt. Im ANNUAL 2024 prognostiziert OIL WORLD ein reichliches Angebot an Sojabohnen, während das Angebot an Ölsaaten mit hohem Ölgehalt deutlich fallen wird. Ein relativ geringes Wachstum der weltweiten Palmölproduktion erhöht die Abhängigkeit von Sojaöl in der nächsten Saison weiter. Das weltweite Angebot an Sonnenblumen- und Rapssaat wird derzeit voraussichtlich um insgesamt 4 Mio. t in der 2024/25 Vermarktungsperiode zurückgehen, nachdem die Verarbeitung der beiden Saaten in den letzten beiden Saisons um insgesamt 18 Mio. t gestiegen ist.

 

ISTA Mielke GmbH –Weltmarktforschungsinstitut, 21077 Hamburg, Langenberg 25,  Tel: 040 761050-10  david.mielke@oilworld.de Internet: www.oilworld.de

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