Aktuelle Marktentwicklung im Raps

ISTA Mielke GmbH –Weltmarktforschungsinstitut, 21077 Hamburg, Langenberg 25,  Tel: 040 761050-10  david.mielke@oilworld.de Internet: www.oilworld.de

 

Die erwartet signifikante Erholung des weltweiten Angebotes in der 2022/23 Vermarktungsperiode hat seit Juli für Preisdruck gesorgt. Allerdings könnte es bei den meisten Ölsaaten und Produkte in den kommenden Monaten zu weiteren Preisrückgängen kommen. Fallende Preise werden nach aktuellen OIL WORLD Prognosen jedoch die zuletzt stark fallenden Importe ankurbeln und in 2022/23 zu einer Erholung des weltweiten Verbrauchs von Ölen und Fetten führen.

Die Wetterbedingungen in den nächsten Monaten – insbesondere die Intensität und Länge der aktuellen La Niña Bedingungen in Südamerika – bleiben Unsicherheitsfaktoren.

Die weltweiten Rapspreise sind im September weiter deutlich gesunken. In Europa fielen die Erzeugerpreise in der Woche bis zum 22. September unter 570 US-Dollar, was den Durchschnitt in den ersten 22 Tagen des Monats auf nur 594 US-Dollar reduzierte. Dies entspricht einem Rückgang von 8% gegenüber dem Vormonat und mehr als 40% unter dem im Mai registrierten Niveau.

Nach beispiellosen Steigerungen gegenüber dem Vorjahr in der Saison 2021/22 gingen die europäischen Rapspreise im August und September stark zurück. Dies gilt jedoch nur für Quotierungen in US-Dollar, was die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar widerspiegelt.

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der jüngste Preisrückgang bereits ausreichte, um die weltweite Importnachfrage ausreichend wiederzubeleben. China hat Berichten zufolge in den letzten Wochen bereits die Käufe von kanadischem Raps erhöht und wir erwarten, dass die gesamten chinesischen Importe von Raps im Juli/Juni 2022/23 um mindestens 1,7 Mio. t oder mehr als 80% steigen werden. Die Schwäche der chinesischen Wirtschaft ist ein wichtiger Unsicherheitsfaktor auf der Nachfrageseite.

Auch in Pakistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Mexiko zeichnet sich eine Erholung der Einfuhren ab, während die europäischen Importe weiter zurückgehen, gebremst durch den diesjährigen Anstieg der inländischen Rapsproduktion um 2,3 Mio. T.

Allerdings könnte eine zurückhaltende Vermarktungsstrategie der Landwirte – unter der Annahme eines weiteren Rückgangs der Rapspreise – die tatsächlichen EU-Einfuhren über die aktuelle OIL WORLD Schätzung von 5,55 Mio. t im Juli/Juni 2022/23 (gegenüber 5,8 Mio. t im Vorjahr) erhöhen.

Die deutliche Erholung der kanadischen Rapsproduktion, eine weitere, voraussichtlich große australische Ernte und die besser als ursprünglich erwartete ukrainische Rapsproduktion (wobei die Exportlogistik derzeit die größte Einschränkung darstellt) dürften den Welthandel im Jahr 2022/23 ankurbeln. Die aktuell pessimistischen Aussichten für die Weltmarktpreise werden durch die diesjährige große russische Rapsernte verstärkt, wobei die Handelsströme von Saatgut sowie von Rapsöl und Schrot durch aktuelle politische Spannungen und nichttarifäre Handelshemmnisse eingeschränkt werden.    

Auch die südamerikanischen Rapsexporte werden 2022/23 weiter stark ansteigen, nachdem die Landwirte die Anbaufläche in den vergangenen drei Jahren auf rund 460 Thd ha mehr als verdoppelt haben.

Die weltweite Produktion von Raps wird in 2022/23 einen neuen Höchststand von 74,4 Mio. t erreichen, ein Plus von 1,0 Mio. t gegenüber der OIL WORLD Schätzung im August und 7,8 Mio. t über dem Vorjahresniveau. Dies ebnet den Weg für einen Anstieg der weltweiten Verarbeitung von ca. 4,7 Mio. t im Juli/Juni 2022/23, wobei die größten Zuwächse in Kanada, der EU-27 und China erwartet werden. Die zu erwartende Ausdehnung wird jedoch durch den voraussichtlichen beträchtlichen Anstieg der weltweiten Produktion von Palmöl (+3,0 Mio. T), Sojaöl (+1,5 Mio. T) und Sonnenblumenöl (+0,6 Mio. T) und der unsicheren globalen Pflanzenölnachfrage (vor allem in China) begrenzt.

Der voraussichtliche beträchtliche Anstieg der europäischen Produktion, die gedämpfte weltweite Importnachfrage nach EU-Rapsöl und die Schwäche der globalen Pflanzenölpreise haben die europäischen Rapsölpreise unter Druck gesetzt. Die Preise in Rotterdam fielen in der Woche bis zum 22. September auf rund 1.320 US-Dollar, fast 400 US-Dollar oder 23% unter dem Juli-Durchschnitt und deutlich unter dem Vorjahresniveau. Während aktuelle OIL WORLD Schätzungen einen weiteren Anstieg der Rapsölnachfrage von den Biodiesel-/HVO-Herstellern in der EU erwarten, muss das Rapsöl in der EU auch preislich wettbewerbsfähig sein, um Marktanteile auf dem Weltmarkt zurückzugewinnen.

Die erwartet signifikante Erholung des weltweiten Angebotes in der 2022/23 Vermarktungsperiode hat seit Juli für Preisdruck gesorgt. Allerdings könnte es bei den meisten Ölsaaten und Produkte in den kommenden Monaten zu weiteren Preisrückgängen kommen. Fallende Preise werden nach aktuellen OIL WORLD Prognosen jedoch die zuletzt stark fallenden Importe ankurbeln und in 2022/23 zu einer Erholung des weltweiten Verbrauchs von Ölen und Fetten führen.

 

Die Wetterbedingungen in den nächsten Monaten – insbesondere die Intensität und Länge der aktuellen La Niña Bedingungen in Südamerika – bleiben Unsicherheitsfaktoren.

 

Die weltweiten Rapspreise sind im September weiter deutlich gesunken. In Europa fielen die Erzeugerpreise in der Woche bis zum 22. September unter 570 US-Dollar, was den Durchschnitt in den ersten 22 Tagen des Monats auf nur 594 US-Dollar reduzierte. Dies entspricht einem Rückgang von 8% gegenüber dem Vormonat und mehr als 40% unter dem im Mai registrierten Niveau.

 

Nach beispiellosen Steigerungen gegenüber dem Vorjahr in der Saison 2021/22 gingen die europäischen Rapspreise im August und September stark zurück. Dies gilt jedoch nur für Quotierungen in US-Dollar, was die Schwäche des Euro gegenüber dem US-Dollar widerspiegelt.

 

Es bleibt jedoch abzuwarten, ob der jüngste Preisrückgang bereits ausreichte, um die weltweite Importnachfrage ausreichend wiederzubeleben. China hat Berichten zufolge in den letzten Wochen bereits die Käufe von kanadischem Raps erhöht und wir erwarten, dass die gesamten chinesischen Importe von Raps im Juli/Juni 2022/23 um mindestens 1,7 Mio. t oder mehr als 80% steigen werden. Die Schwäche der chinesischen Wirtschaft ist ein wichtiger Unsicherheitsfaktor auf der Nachfrageseite.

 

Auch in Pakistan, den Vereinigten Arabischen Emiraten und Mexiko zeichnet sich eine Erholung der Einfuhren ab, während die europäischen Importe weiter zurückgehen, gebremst durch den diesjährigen Anstieg der inländischen Rapsproduktion um 2,3 Mio. T.

 

Allerdings könnte eine zurückhaltende Vermarktungsstrategie der Landwirte – unter der Annahme eines weiteren Rückgangs der Rapspreise – die tatsächlichen EU-Einfuhren über die aktuelle OIL WORLD Schätzung von 5,55 Mio. t im Juli/Juni 2022/23 (gegenüber 5,8 Mio. t im Vorjahr) erhöhen.

 

Die deutliche Erholung der kanadischen Rapsproduktion, eine weitere, voraussichtlich große australische Ernte und die besser als ursprünglich erwartete ukrainische Rapsproduktion (wobei die Exportlogistik derzeit die größte Einschränkung darstellt) dürften den Welthandel im Jahr 2022/23 ankurbeln. Die aktuell pessimistischen Aussichten für die Weltmarktpreise werden durch die diesjährige große russische Rapsernte verstärkt, wobei die Handelsströme von Saatgut sowie von Rapsöl und Schrot durch aktuelle politische Spannungen und nichttarifäre Handelshemmnisse eingeschränkt werden.    

 

Auch die südamerikanischen Rapsexporte werden 2022/23 weiter stark ansteigen, nachdem die Landwirte die Anbaufläche in den vergangenen drei Jahren auf rund 460 Thd ha mehr als verdoppelt haben.

 

Die weltweite Produktion von Raps wird in 2022/23 einen neuen Höchststand von 74,4 Mio. t erreichen, ein Plus von 1,0 Mio. t gegenüber der OIL WORLD Schätzung im August und 7,8 Mio. t über dem Vorjahresniveau. Dies ebnet den Weg für einen Anstieg der weltweiten Verarbeitung von ca. 4,7 Mio. t im Juli/Juni 2022/23, wobei die größten Zuwächse in Kanada, der EU-27 und China erwartet werden. Die zu erwartende Ausdehnung wird jedoch durch den voraussichtlichen beträchtlichen Anstieg der weltweiten Produktion von Palmöl (+3,0 Mio. T), Sojaöl (+1,5 Mio. T) und Sonnenblumenöl (+0,6 Mio. T) und der unsicheren globalen Pflanzenölnachfrage (vor allem in China) begrenzt.

 

Der voraussichtliche beträchtliche Anstieg der europäischen Produktion, die gedämpfte weltweite Importnachfrage nach EU-Rapsöl und die Schwäche der globalen Pflanzenölpreise haben die europäischen Rapsölpreise unter Druck gesetzt. Die Preise in Rotterdam fielen in der Woche bis zum 22. September auf rund 1.320 US-Dollar, fast 400 US-Dollar oder 23% unter dem Juli-Durchschnitt und deutlich unter dem Vorjahresniveau. Während aktuelle OIL WORLD Schätzungen einen weiteren Anstieg der Rapsölnachfrage von den Biodiesel-/HVO-Herstellern in der EU erwarten, muss das Rapsöl in der EU auch preislich wettbewerbsfähig sein, um Marktanteile auf dem Weltmarkt zurückzugewinnen.