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Aktuelle Prognose zu Rapsschädlingen (KW17)

Glanzkäferbefall im Norden und Osten prüfen. Kohlschotenrüssler und -mücke bei Zuflugwetter behandeln, Nützlinge schützen.

Glanzkäferbefall prüfen im Norden und Osten, wenn der Raps noch nicht blüht

Solange der Raps noch nicht gleichmäßig aufgeblüht ist, sollten die Bestände erneut auf Glanzkäferbefall kontrolliert werden – sofern dies nach den wärmeren Tagen der vergangenen Woche noch nicht erfolgt ist. Geeignet sind die wärmeren Mittagsstunden Mitte dieser Woche. Nach dem Temperaturrückgang der letzten Tage kann es bei Temperaturen um 18 °C auch wieder zu Neuzuflug kommen, bevor es zum Wochenende hin erneut deutlich kühler wird. Wurde vergangene Woche – vor oder während der warmen Phase mit 15 bis 20 Grad – gegen den Glanzkäfer behandelt, ist jetzt nicht mehr von einer Wirkung auszugehen. Insektizidmaßnahmen zum Ende der letzten Woche, kurz vor dem „Temperaturknick“, dürften den Neuzuflug in dieser Woche hingegen noch abdecken.

 Rapsglanzkäfer Neuzuflug Bedingungen

Rapsblüte: Kohlschotenrüssler und -mücke behandeln?

Gab es in den vergangenen Jahren am Standort Probleme mit der Kohlschotenmücke? Wurde auf benachbarten Schlägen im letzten Jahr stärkerer Befall beobachtet (glasige Schoten mit Larven, die später aufplatzen – auch im Schlaginneren)? Sind bereits erste Schoten am Haupttrieb vorhanden (ab EC 62/63)? Werden viele Kohlschotenrüssler gezählt (1 Rüssler/2 Pflanzen oder mehr - nicht nur am Schlagrand)? Ist sichergestellt, dass nützliche Schlupfwespen (oft in kleinen Schwärmen unterwegs) nicht mit der Kohlschotenmücke verwechselt werden? Wenn alle Fragen mit „Ja“ beantwortet werden: Behandlungen platzieren an Tagen mit Zuflugwetter für die Mücke (warm, sonnig, windstill). Solche Bedingungen sind in dieser Woche vor allem im Rheinland, in Südhessen, in Rheinland-Pfalz sowie in den wärmeren Regionen Baden-Württembergs vorhergesagt. Zum Schutz von Bestäuberinsekten (insbesondere Wildbienen) erst abends fahren – auch bei Solo-Insektiziden mit B4-Auflage und B4-Mischungen aus Insektizid und Fungizid. Fest steht: Bei hohen Temperaturen und hoher Sonneneinstrahlung lässt die Wirkungsdauer von Pyrethroiden nach wenigen Tagen nach. Die Kohlschotenmücke fliegt aber in mehreren Zuflugwellen. Eine gute Wirkung ist auch deshalb kaum zu erzielen, weil die Mücke schwer zu treffen ist. Sie ist nur in Stunden mit optimaler Witterung unterwegs. Der Kohlschotenrüssler hat verbreitet Resistenzen gegenüber Pyrethroiden entwickelt. Und: Insektizide schaden den Nützlingen. Randbehandlungen sind deshalb meistens ausreichend, insbesondere bei größeren Schlägen.

 Kohlschotenmücke Neuzuflug - Bedingungen
   
 Kohlschotenrüssler Neuzuflug - Bedingungen

Quelle: Text: Julia-Sophie von Richthofen & Thomas Volk, proPlant GmbH, Münster
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