Prognose zu Rapsschädlingen und Wachstumsreglereinsatz (KW 11)

Das milde Wetter hat in vielen Regionen (weiteren) Stängelrüsslerzuflug (Rapsstängel- und Kohltriebrüssler) ausgelöst.

Aufgrund der unterschiedlichen Temperaturbedingungen ergibt sich ein heterogenes Bild. Häufig wurden in den Gelbschalen nur vereinzelte Käfer gezählt: Die Nächte waren frostig, und auch der böige und kalte Ostwind hat die Besiedlung offener Flächen behindert. Mehr Zuflug konnte in windgeschützten Lagen festgestellt werden. In den nächsten Tagen ist bei milden Temperaturen weiterer Zuflug möglich. In Höhenlagen und in Küstennähe ist es häufig zu kühl und/oder zu windig. Aufschluss bringen nur eigene Gelbschalen (mit Gitter), die in schönen Phasen alle zwei Tage nachgeguckt werden.

Waren beim Großen Rapsstängelrüssler die Zahlen in den Schalen bereits Mitte letzter Woche überschritten, konnte dieser Rüssler in den wärmeren Regionen Deutschlands innerhalb von zwei Tagen mit der Eiablage beginnen, so dass für gute Wirkungsgrade bereits gehandelt werden musste. Geht es ausschließlich um den Kohltriebrüssler, kann mit einer Behandlung in dieser Woche stärkere Eiablage verhindert werden, und neuer Zuflug wird getroffen.

 

Bei Zuflugstart mit Schwellenüberschreitung am vergangenen Wochenende muss beim Rapsstängelrüssler nun zügig behandelt werden. Beim Kohltriebrüssler ist der Handlungsspielraum ein paar Tage länger. In der Südhälfte Deutschlands und ganz im Westen sind die Eiablagebedingungen günstig, so dass bei sehr hohen Käferzahlen diese wirtschaftliche Behandlung nicht zu lange hinausgezögert werden sollte. Insbesondere bei hohem Befall mit Rapserdflohlarven. Falls noch nicht geschehen, kontrollieren Sie den Befall. In diesem milden Winter gingen Eiablage und Larvenentwicklung des Rapserdflohs weiter. Der Befall kann angestiegen sein. Die Rüsslerbehandlung unmittelbar nach deren Schwellenüberschreitung erfasst die kleinen Erdflohlarven mit. Gerade bei später gesätem Raps sind noch wenige größere, nicht mehr bekämpfbare Larven vorhanden.

Sind noch nicht vermehrt Glanzkäfer im Bestand, sollten jetzt die Pyrethroide des Typs II (z.B. Karate Zeon) zum Einsatz kommen. Die Anwendungshäufigkeiten der Mittel beachten: Maßnahmen im Herbst gegen den Erdfloh und/oder den Schwarzen Kohltriebrüssler müssen eingerechnet werden.

Die teils sehr kalten Nächte haben das Wachstum des Rapses ausgebremst. Wachstumsregler kommen in Betracht in den wenigen lageranfälligen Sorten und in jetzt schon weit entwickelten und dichten Beständen. Wo Phoma eine Rolle spielt (Schläge kontrollieren), muss auf die fungizide Leistung der Mischung geachtet werden. Nicht behandeln bei Nachtfrostgefahr (regionale Wettervorhersage beachten). Bei Mischung mit einem Insektizid auf die Änderung der Bienengefährlichkeit achten.

Text: Julia-Sophie von Richthofen & Thomas Volk, proPlant GmbH, Münster

 

Aufgrund der unterschiedlichen Temperaturbedingungen ergibt sich ein heterogenes Bild. Häufig wurden in den Gelbschalen nur vereinzelte Käfer gezählt: Die Nächte waren frostig, und auch der böige und kalte Ostwind hat die Besiedlung offener Flächen behindert. Mehr Zuflug konnte in windgeschützten Lagen festgestellt werden. In den nächsten Tagen ist bei milden Temperaturen weiterer Zuflug möglich. In Höhenlagen und in Küstennähe ist es häufig zu kühl und/oder zu windig. Aufschluss bringen nur eigene Gelbschalen (mit Gitter), die in schönen Phasen alle zwei Tage nachgeguckt werden.

 

Waren beim Großen Rapsstängelrüssler die Zahlen in den Schalen bereits Mitte letzter Woche überschritten, konnte dieser Rüssler in den wärmeren Regionen Deutschlands innerhalb von zwei Tagen mit der Eiablage beginnen, so dass für gute Wirkungsgrade bereits gehandelt werden musste. Geht es ausschließlich um den Kohltriebrüssler, kann mit einer Behandlung in dieser Woche stärkere Eiablage verhindert werden, und neuer Zuflug wird getroffen.

 

 

Bei Zuflugstart mit Schwellenüberschreitung am vergangenen Wochenende muss beim Rapsstängelrüssler nun zügig behandelt werden. Beim Kohltriebrüssler ist der Handlungsspielraum ein paar Tage länger. In der Südhälfte Deutschlands und ganz im Westen sind die Eiablagebedingungen günstig, so dass bei sehr hohen Käferzahlen diese wirtschaftliche Behandlung nicht zu lange hinausgezögert werden sollte. Insbesondere bei hohem Befall mit Rapserdflohlarven. Falls noch nicht geschehen, kontrollieren Sie den Befall. In diesem milden Winter gingen Eiablage und Larvenentwicklung des Rapserdflohs weiter. Der Befall kann angestiegen sein. Die Rüsslerbehandlung unmittelbar nach deren Schwellenüberschreitung erfasst die kleinen Erdflohlarven mit. Gerade bei später gesätem Raps sind noch wenige größere, nicht mehr bekämpfbare Larven vorhanden.

Sind noch nicht vermehrt Glanzkäfer im Bestand, sollten jetzt die Pyrethroide des Typs II (z.B. Karate Zeon) zum Einsatz kommen. Die Anwendungshäufigkeiten der Mittel beachten: Maßnahmen im Herbst gegen den Erdfloh und/oder den Schwarzen Kohltriebrüssler müssen eingerechnet werden.

 

Die teils sehr kalten Nächte haben das Wachstum des Rapses ausgebremst. Wachstumsregler kommen in Betracht in den wenigen lageranfälligen Sorten und in jetzt schon weit entwickelten und dichten Beständen. Wo Phoma eine Rolle spielt (Schläge kontrollieren), muss auf die fungizide Leistung der Mischung geachtet werden. Nicht behandeln bei Nachtfrostgefahr (regionale Wettervorhersage beachten). Bei Mischung mit einem Insektizid auf die Änderung der Bienengefährlichkeit achten.

 

 

 

 

 

 

Text: Julia-Sophie von Richthofen & Thomas Volk, proPlant GmbH, Münster