Prognose zu Rapsschädlingen und Wachstumsreglern (KW 12)

Trotz der milderen Temperaturen in der vergangenen Woche und am Wochenende blieb der Zuflug der Stängelrüssler an vielen Standorten gering.

In dieser Woche nun wird es bei Temperaturen deutlich über 15 Grad mit viel Sonne fast überall optimal für Rüssler-Zuflug: Die Gelbschalen unbedingt weiter kontrollieren! Wo er noch aussteht, ist mit Hauptzuflug zu rechnen, in den wärmeren Regionen ist eine weitere Zuflugwelle möglich. Bereits der warme Montag löste z.B. im westlichen Niedersachsen und in Westfalen Hauptzuflug der Kohltriebrüssler (mit teils deutlicher Schwellenüberschreitung) aus, wo zuvor nur vereinzelte Tiere gesichtet wurden.

 

Diese Woche wird also zeigen, ob der milde Winter den Rüsslern im Winterlager geschadet hat, und ob es bei tendenziell niedrigen Käferzahlen bleibt. Vermutlich passten aber die bisherigen Bedingungen nicht richtig: kalte Nächte, tagsüber grenzwertige Temperaturen, kalter und böiger Wind. Zu den Rüsslern werden sich nun auch verstärkt Glanzkäfer einfinden.

Wo vergangene Woche und am Wochenende die erste Zuflugwelle mit Stängelrüsslern beobachtet wurde, legt der Rapsstängelrüssler nun intensiv Eier und muss nach Schwellenüberschreitung umgehend behandelt werden, sofern nicht bereits geschehen. Auch bei Befall mit Kohltriebrüsslern über der Schwelle sollte in dieser Woche gehandelt werden, um stärkere Eiablage zu verhindern. Wer Mitte letzter Woche behandelt hat: Die Dauerwirkung der Maßnahme lässt Mitte dieser Woche bereits nach – Neuzuflug wird dann nicht mehr erfasst. Gelbschalen wieder kontrollieren.

Nur wenn noch nicht vermehrt Glanzkäfer im Bestand sind (v.a. im Norden), sind die Pyrethroide des Typs II (z.B. Karate Zeon) diese Woche zu bevorzugen. Wo jetzt allerdings verstärkt Rapsglanzkäfer zufliegen und die (teils versteckten) Knospen schon aufsuchen, scheiden die „alten“ Pyrethroide aus Gründen des Resistenzmanagements aus. Beim Einsatz von Trebon ist die B2-Auflage zu beachten (nach dem täglichen Bienenflug).

 

Wenn in dieser Woche erstmals die Schwelle bei den Rüsslern überschritten wird: Beim Rapsstängelrüssler rechtzeitig fahren, denn er beginnt bei diesem Temperaturniveau nach 2-3 Tagen mit intensiver Eiablage. Der Kohltriebrüssler braucht zwar einige Tage länger. Wo sich nächste Woche eine Abkühlung abzeichnet, ist eine Behandlung des Kohltriebrüsslers zum Ende der aktuellen warmen Phase sinnvoll: Der gesamte Zuflugblock von Triebrüsslern und Glanzkäfern wird erfasst und stärkere Eiablage der Triebrüssler verhindert.

Der Raps hat sich seit letzter Woche schnell weiterentwickelt. In dichten und wüchsigen Beständen mit für Lager eher anfälligen Sorten können Insektizid-Maßnahmen in dieser Woche mit Wachstumsreglern kombiniert werden. Vorsicht jedoch, wo es bereits jetzt zu trocken ist. Die Hochdrucklage ist stabil, Niederschläge nicht in Sicht. Maßnahme schieben, wenn weiter Nachtfröste vorhergesagt werden.

Text: Julia-Sophie von Richthofen & Thomas Volk, proPlant GmbH, Münster

 

In dieser Woche nun wird es bei Temperaturen deutlich über 15 Grad mit viel Sonne fast überall optimal für Rüssler-Zuflug: Die Gelbschalen unbedingt weiter kontrollieren! Wo er noch aussteht, ist mit Hauptzuflug zu rechnen, in den wärmeren Regionen ist eine weitere Zuflugwelle möglich. Bereits der warme Montag löste z.B. im westlichen Niedersachsen und in Westfalen Hauptzuflug der Kohltriebrüssler (mit teils deutlicher Schwellenüberschreitung) aus, wo zuvor nur vereinzelte Tiere gesichtet wurden.

 

 

Diese Woche wird also zeigen, ob der milde Winter den Rüsslern im Winterlager geschadet hat, und ob es bei tendenziell niedrigen Käferzahlen bleibt. Vermutlich passten aber die bisherigen Bedingungen nicht richtig: kalte Nächte, tagsüber grenzwertige Temperaturen, kalter und böiger Wind. Zu den Rüsslern werden sich nun auch verstärkt Glanzkäfer einfinden.

 

Wo vergangene Woche und am Wochenende die erste Zuflugwelle mit Stängelrüsslern beobachtet wurde, legt der Rapsstängelrüssler nun intensiv Eier und muss nach Schwellenüberschreitung umgehend behandelt werden, sofern nicht bereits geschehen. Auch bei Befall mit Kohltriebrüsslern über der Schwelle sollte in dieser Woche gehandelt werden, um stärkere Eiablage zu verhindern. Wer Mitte letzter Woche behandelt hat: Die Dauerwirkung der Maßnahme lässt Mitte dieser Woche bereits nach – Neuzuflug wird dann nicht mehr erfasst. Gelbschalen wieder kontrollieren.

 

Nur wenn noch nicht vermehrt Glanzkäfer im Bestand sind (v.a. im Norden), sind die Pyrethroide des Typs II (z.B. Karate Zeon) diese Woche zu bevorzugen. Wo jetzt allerdings verstärkt Rapsglanzkäfer zufliegen und die (teils versteckten) Knospen schon aufsuchen, scheiden die „alten“ Pyrethroide aus Gründen des Resistenzmanagements aus. Beim Einsatz von Trebon ist die B2-Auflage zu beachten (nach dem täglichen Bienenflug).

 

 

Wenn in dieser Woche erstmals die Schwelle bei den Rüsslern überschritten wird: Beim Rapsstängelrüssler rechtzeitig fahren, denn er beginnt bei diesem Temperaturniveau nach 2-3 Tagen mit intensiver Eiablage. Der Kohltriebrüssler braucht zwar einige Tage länger. Wo sich nächste Woche eine Abkühlung abzeichnet, ist eine Behandlung des Kohltriebrüsslers zum Ende der aktuellen warmen Phase sinnvoll: Der gesamte Zuflugblock von Triebrüsslern und Glanzkäfern wird erfasst und stärkere Eiablage der Triebrüssler verhindert.

 

Der Raps hat sich seit letzter Woche schnell weiterentwickelt. In dichten und wüchsigen Beständen mit für Lager eher anfälligen Sorten können Insektizid-Maßnahmen in dieser Woche mit Wachstumsreglern kombiniert werden. Vorsicht jedoch, wo es bereits jetzt zu trocken ist. Die Hochdrucklage ist stabil, Niederschläge nicht in Sicht. Maßnahme schieben, wenn weiter Nachtfröste vorhergesagt werden.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Text: Julia-Sophie von Richthofen & Thomas Volk, proPlant GmbH, Münster