Regionale Erdflohwarnung!

Achtung! In den vergangenen sonnigen, warmen Tagen kam es regional zu massivem Zuflug des Rapserdflohs.

Besonders in schwachen Beständen kann der Erdflohfraß noch zu massiven Schäden führen.
 Besonders in schwachen Beständen kann der Erdflohfraß noch zu massiven Schäden führen.
Hohe Gelbschalenfänge wurden unter anderem aus der Altmark und aus West-Mecklenburg gemeldet (siehe Rapserdfloh-Monitoring). Kontrollieren Sie bitte umgehend ihre Gelbschalen und zusätzlich die Pflanzen auf Fraßschäden. Gefährdet sind insbesondere spät bzw. verzettelt aufgelaufene Bestände. Ebenso zu dünne und wenig wüchsige Rapse, in denen der Blattfraß der Erdflöhe noch massive Schäden verursachen kann. Hier hängt die Behandlungsentscheidung im Zweifelsfall vom Fraßschaden an den Pflanzen und nicht von den aufsummierten Gelbschalen-Fangzahlen ab.

Erdflöhe sind gern abends und nachts aktiv, wo sie mit der Taschenlampe gut gefunden werden können. Dies ist zugleich ein guter Bekämpfungszeitpunkt, um die Tiere direkt zu treffen. Zugleich besteht bis zum 30.09. die letzte Möglichkeit, das Wachstum mit etwas AHL (Düngeverordnung beachten) zu unterstützen.

Ist der Bestand bereits gut entwickelt mit nur geringen Blattfraßschäden, orientiert sich die Behandlungsentscheidung an den Gelbschalenfängen mit dem Bekämpfungsrichtwert von >50 Erdflöhen in 3 Wochen. Bei Überschreitung des Richtwerts steht dann die Vermeidung der Eiablage im Vordergrund.

27.09.2019 Dipl.-Ing. agr. Rainer Kahl, RAPOOL-RING GmbH

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