Optimale Bodenbearbeitung zur Rapsaussaat

Die Anforderungen an die Bodenbearbeitung und die Aussaat bei Winterraps variieren je nach Bodenzustand. Hierzu gibt es wichtige Faustregeln.

 

Hohe Ansprüche an die Aussaat

Junge Rapspflanze
 Junge Rapspflanze
Die Ansprüche der „Feinsämerei“ Winterraps an eine gute Bodenvorbereitung und Ablagequalität bei der Aussaat ist deutlich höher als bei Getreide. Er ist empfindlich gegenüber ungenügendem Bodenschluss, Kontakt mit „frischem“ Stroh oder Nässe. Bei der Rapsaussaat im August muss die Bodenbearbeitung in einer kurzen Zeitspanne und somit in wenigen Arbeitsgängen gelingen. Dabei ist erschwerend, dass die Böden in dieser Zeit schneller austrocknen können und eine unbeständige Witterung die Qualität des Saatbettes stark beeinflussen kann.

Bei Starkniederschlägen nach der Saat hat ein 10 -fach größeres Weizenkorn weniger Schwierigkeiten aufzulaufen als ein kleines Rapskorn. Die Qualität der Krümel- und Porenstabilität der jeweiligen Bodenbearbeitung entscheiden dann oft über einen guten Feldaufgang und die Ertragsfähigkeit des Winterrapses.


Gerade späte und nasse Rapsaussaaten verdeutlichen, auch bei Pflugsaaten, die hohe Sensibilität von Raps gegenüber nassen Böden. Ein geringeres Porenvolumen für Sauerstoff und eine schlechtere Bodenerwärmung führen zu einer schwächeren Jugendentwicklung sowie einem geringeren Wurzelwachstum.Zusätzlich besteht eine erhöhte Sensibilität gegenüber Rapsherbiziden. Die Folge ist eine extrem unterschiedliche Einzelpflanzenentwicklung. 

Ob sich auf dem zu bestellenden Acker unerwünschte Herbizidrückstände befinden, lässt sich mit einem einfachen Kressetest herausfinden. Wibke und Dominik zeigen wie es geht!

Die wichtigsten Faustregeln für eine sichere Rapsaussaat

1. Bodenzustand „trocken“:

  • Drillnahes Vorarbeiten, um Restfeuchte zu nutzen.
  • Schwere Nachläufer für eine gute Rückverfestigung einsetzen.
  • Wenn möglich, kurz vor oder nach Niederschlägen säen.

2. Bodenzustand „normal“:

  • Einen schnellen und kräftigen Feldaufgang anstreben.
  • Die Bearbeitungstiefe und -intensität sollte den Erntetermin der Vorfrucht, die Strohmenge und die Bodengare berücksichtigen.

3. Bodenzustand „nass“:

  • Aussaat, speziell auf bindigen Böden, verschieben.
  • Auch wenn technisch eine flache Bodenbearbeitung möglich ist, den hohen Anspruch des Winterrapses an Kapillarität, Porenvolumen und Sauerstoffaustausch beachten.

Hohe Ansprüche an die Aussaat

 

Junge Rapspflanze
 Junge Rapspflanze
Die Ansprüche der „Feinsämerei“ Winterraps an eine gute Bodenvorbereitung und Ablagequalität bei der Aussaat ist deutlich höher als bei Getreide. Er ist empfindlich gegenüber ungenügendem Bodenschluss, Kontakt mit „frischem“ Stroh oder Nässe. Bei der Rapsaussaat im August muss die Bodenbearbeitung in einer kurzen Zeitspanne und somit in wenigen Arbeitsgängen gelingen. Dabei ist erschwerend, dass die Böden in dieser Zeit schneller austrocknen können und eine unbeständige Witterung die Qualität des Saatbettes stark beeinflussen kann.

 

Bei Starkniederschlägen nach der Saat hat ein 10 -fach größeres Weizenkorn weniger Schwierigkeiten aufzulaufen als ein kleines Rapskorn. Die Qualität der Krümel- und Porenstabilität der jeweiligen Bodenbearbeitung entscheiden dann oft über einen guten Feldaufgang und die Ertragsfähigkeit des Winterrapses.


Gerade späte und nasse Rapsaussaaten verdeutlichen, auch bei Pflugsaaten, die hohe Sensibilität von Raps gegenüber nassen Böden. Ein geringeres Porenvolumen für Sauerstoff und eine schlechtere Bodenerwärmung führen zu einer schwächeren Jugendentwicklung sowie einem geringeren Wurzelwachstum.Zusätzlich besteht eine erhöhte Sensibilität gegenüber Rapsherbiziden. Die Folge ist eine extrem unterschiedliche Einzelpflanzenentwicklung. 

Ob sich auf dem zu bestellenden Acker unerwünschte Herbizidrückstände befinden, lässt sich mit einem einfachen Kressetest herausfinden. Wibke und Dominik zeigen wie es geht!

 

Die wichtigsten Faustregeln für eine sichere Rapsaussaat

 

1. Bodenzustand „trocken“:

 

  • Drillnahes Vorarbeiten, um Restfeuchte zu nutzen.
  • Schwere Nachläufer für eine gute Rückverfestigung einsetzen.
  • Wenn möglich, kurz vor oder nach Niederschlägen säen.

2. Bodenzustand „normal“:

 

  • Einen schnellen und kräftigen Feldaufgang anstreben.
  • Die Bearbeitungstiefe und -intensität sollte den Erntetermin der Vorfrucht, die Strohmenge und die Bodengare berücksichtigen.

 

3. Bodenzustand „nass“:

 

  • Aussaat, speziell auf bindigen Böden, verschieben.
  • Auch wenn technisch eine flache Bodenbearbeitung möglich ist, den hohen Anspruch des Winterrapses an Kapillarität, Porenvolumen und Sauerstoffaustausch beachten.