Rapsaussaat – Was tun bei anhaltender Trockenheit?

Die Trockenheit zur Rapsaussaat ist ein bedeutendes Thema. Damit der Raps die bestmöglichen Startchancen bekommt sollte wohlüberlegt gehandelt werden.

 

Der erste Arbeitsgang nach der Getreideernte unter trockenen Bedingungen ist die flache Bodenbearbeitung zum Brechen der Kapillarität. Dies soll verhindern, dass noch vorhandene Restfeuchte ungenutzt verloren geht. Flaches Arbeiten ist ebenfalls Voraussetzung für die Keimung von Ausfallgetreide und für das Auflaufen von Unkraut und Ungräsern, sofern die Bodenfeuchte dies zulässt. Eine gute Rückverfestigung beim flachen Arbeiten und eine hohe Flächenleistung mit moderaten Kosten sind für diesen Arbeitsgang wichtig.

Die nächsten Schritte der Stoppel- und Bodenbearbeitung müssen wohl überlegt und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Eine falsche Bearbeitung darf nicht zur Austrocknung führen. Ist im Bearbeitungshorizont oder kurz darunter noch Restfeuchte vorhanden? Klarheit verschafft nur der Spaten. Falls ja, Restfeuchte bei einer tieferen Bearbeitung gleich für die Aussaat nutzen. Also nach der Bodenbearbeitung, mit sofortiger Rückverfestigung und unmittelbar anschließender Aussaat.

Ist der Boden hingegen krumentief völlig ausgetrocknet, braucht auf eine wassersparende Lockerung keine Rücksicht genommen werden. Hier sollte im Gegenteil bereits einige Wochen vor dem geplanten Saattermin auf die gewünschte Tiefe vorgearbeitet werden. Dann kann sich der Boden bis zur Saat wieder etwas setzen und hoffentlich fallende Niederschläge werden vom Boden besser aufgenommen. Regnet es danach bis zur Saat nur wenig, ist nur der obere Bodenbereich durchfeuchtet. Dann darf nicht mehr tief mischend gearbeitet werden, um nicht zusätzlich trockenen Boden hochzuholen.

Je trockener, desto wichtiger sind schlagkräftige Bestellung und unmittelbar folgende bestmögliche Rückverfestigung.

Nicht in heiße, trockene Böden säen! Das Saatgut kann bei über 20 °C eine Keimruhe ausbilden. Falls möglich, Regen abwarten und später säen. Für frohwüchsige Sorten kann das Saatfenster bis zum 5. September, mit etwas mehr Risiko auch bis zum 10. September, erweitert werden.

Saatgutablage in den Staub

Trecker mit Drillmaschine bei Rapsaussaat
 Trecker mit Drillmaschine bei Rapsaussaat

Ist im gesamten Saathorizont keinerlei Feuchte vorhanden, war z. B. im Herbst 2018 die sehr flache Saatgutablage in den Staub erfolgreich. Die besten Feldaufgänge wurden auf Sandböden erreicht sowie mit einer flachen Ablage.

Auf Sandböden dringen selbst geringe Niederschläge tiefer ein, da der Boden selbst das Wasser kaum festhält. Je schwerer der Boden, desto mehr Wasser kann er halten. Bei geringen Niederschlägen bleibt das Wasser in den oberen Zentimeter hängen und erreicht die Samen nicht. Ausgetrocknete Tonböden binden das Wasser zudem so fest, dass es nicht pflanzenverfügbar ist.

Trotz des besseren Feldaufgangs bei flacher Ablage ergaben sich aber Probleme, wenn nicht rechtzeitig Anschlussniederschläge kamen, um die Pflanzen am Leben zu erhalten. Vertrocknende Pflanzen sind regelmäßig dort zu finden, wo das Saatbett bei trockener Bestellung zu klutig war. wenn möglich sollte dementsprechend ein feines Saatbett angestrebt werden.

Bei allen Spätsaaten unter Trockenbedingungen empfiehlt es sich, mit geplanten Herbizidmaßnahmen zunächst einen sicheren Feldaufgang und gute Wachstumsbedingungen abzuwarten. Sollte es nämlich weiter trocken bleiben, ist so zumindest die Getreidebestellung ohne nochmalige Saatbettbereitung problemlos möglich.

Rainer Kahl, RAPOOL-RING GmbH August 2022

Der erste Arbeitsgang nach der Getreideernte unter trockenen Bedingungen ist die flache Bodenbearbeitung zum Brechen der Kapillarität. Dies soll verhindern, dass noch vorhandene Restfeuchte ungenutzt verloren geht. Flaches Arbeiten ist ebenfalls Voraussetzung für die Keimung von Ausfallgetreide und für das Auflaufen von Unkraut und Ungräsern, sofern die Bodenfeuchte dies zulässt. Eine gute Rückverfestigung beim flachen Arbeiten und eine hohe Flächenleistung mit moderaten Kosten sind für diesen Arbeitsgang wichtig.

 

Die nächsten Schritte der Stoppel- und Bodenbearbeitung müssen wohl überlegt und zum richtigen Zeitpunkt erfolgen. Eine falsche Bearbeitung darf nicht zur Austrocknung führen. Ist im Bearbeitungshorizont oder kurz darunter noch Restfeuchte vorhanden? Klarheit verschafft nur der Spaten. Falls ja, Restfeuchte bei einer tieferen Bearbeitung gleich für die Aussaat nutzen. Also nach der Bodenbearbeitung, mit sofortiger Rückverfestigung und unmittelbar anschließender Aussaat.

 

Ist der Boden hingegen krumentief völlig ausgetrocknet, braucht auf eine wassersparende Lockerung keine Rücksicht genommen werden. Hier sollte im Gegenteil bereits einige Wochen vor dem geplanten Saattermin auf die gewünschte Tiefe vorgearbeitet werden. Dann kann sich der Boden bis zur Saat wieder etwas setzen und hoffentlich fallende Niederschläge werden vom Boden besser aufgenommen. Regnet es danach bis zur Saat nur wenig, ist nur der obere Bodenbereich durchfeuchtet. Dann darf nicht mehr tief mischend gearbeitet werden, um nicht zusätzlich trockenen Boden hochzuholen.

 

Je trockener, desto wichtiger sind schlagkräftige Bestellung und unmittelbar folgende bestmögliche Rückverfestigung.

 

Nicht in heiße, trockene Böden säen! Das Saatgut kann bei über 20 °C eine Keimruhe ausbilden. Falls möglich, Regen abwarten und später säen. Für frohwüchsige Sorten kann das Saatfenster bis zum 5. September, mit etwas mehr Risiko auch bis zum 10. September, erweitert werden.

 

Saatgutablage in den Staub

Trecker mit Drillmaschine bei Rapsaussaat
 Trecker mit Drillmaschine bei Rapsaussaat

 

Ist im gesamten Saathorizont keinerlei Feuchte vorhanden, war z. B. im Herbst 2018 die sehr flache Saatgutablage in den Staub erfolgreich. Die besten Feldaufgänge wurden auf Sandböden erreicht sowie mit einer flachen Ablage.

Auf Sandböden dringen selbst geringe Niederschläge tiefer ein, da der Boden selbst das Wasser kaum festhält. Je schwerer der Boden, desto mehr Wasser kann er halten. Bei geringen Niederschlägen bleibt das Wasser in den oberen Zentimeter hängen und erreicht die Samen nicht. Ausgetrocknete Tonböden binden das Wasser zudem so fest, dass es nicht pflanzenverfügbar ist.

 

Trotz des besseren Feldaufgangs bei flacher Ablage ergaben sich aber Probleme, wenn nicht rechtzeitig Anschlussniederschläge kamen, um die Pflanzen am Leben zu erhalten. Vertrocknende Pflanzen sind regelmäßig dort zu finden, wo das Saatbett bei trockener Bestellung zu klutig war. wenn möglich sollte dementsprechend ein feines Saatbett angestrebt werden.

 

Bei allen Spätsaaten unter Trockenbedingungen empfiehlt es sich, mit geplanten Herbizidmaßnahmen zunächst einen sicheren Feldaufgang und gute Wachstumsbedingungen abzuwarten. Sollte es nämlich weiter trocken bleiben, ist so zumindest die Getreidebestellung ohne nochmalige Saatbettbereitung problemlos möglich.

 

 

Rainer Kahl, RAPOOL-RING GmbH August 2022