Spätsaaten im Raps - Was ist zu beachten?

Eine anhaltenden Trockenheit in den Sommermonaten stellt Landwirte vor besondere Herausforderungen. Ohne Niederschläge ist die Rapsaussaat schwer umzusetzen. Geduld ist gefragt, die Spätsaat ist eine echte Option.

Langjährige Versuche zeigen, dass Spätsaaten ertraglich, im Durchschnitt der Jahre nur geringfügig von Normalsaaten abweichen (Siehe Grafik). Es wird deutlich: Aussaaten bis Mitte September sind möglich. In Bezug auf Krankheiten wie Kohlhernie und Verticillium bieten spätere Saattermine sogar Vorteile, aufgrund geringerer Infektionsbedingungen. Wichtig ist - unabhängig vom Saattermin - den jungen Rapsbeständen einen guten Start zu verschaffen.

Saatzeit + Ertrag - Mehrjähriger Vergleich Normal- und Spätsaat

Quelle: NPZ Saatzeitenversuch Ø 170 kg N/ha, 9-20 Sorten und 1-3 Orte je Jahr
 Quelle: NPZ Saatzeitenversuch Ø 170 kg N/ha, 9-20 Sorten und 1-3 Orte je Jahr

Bis Ende August besteht unter trockenen Witterungsbedingungen also noch kein Grund zur Eile. Selbst wenn es Anfang September zunächst trocken weitergehen sollte, ist es besser bis dahin mit der Aussaat zu warten. In jedem Fall ist es wichtig die vorliegenden Standortbedingungen bei der Bodenbearbeitung und Saat zu berücksichtigen. Mit voranschreitendem Saattermin steigt auch die Wahrscheinlichkeit für ausreichende Niederschläge nach dem Auflaufen. Diese sind wichtig, um den jungen Rapspflanzen eine möglichst gute Jugendentwicklung zu ermöglichen.

Wo nennenswerte Niederschläge fallen oder angesagt sind, können temporär günstige Verhältnisse für eine Rapsaussaat genutzt werden. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte die Bodenbearbeitung und Aussaat möglichst in die Abend- und Nachtstunden gelegt werden. Das verhindert die sofortige Verdunstung der Restfeuchte in der prallen Mittagshitze. Zusätzlich wird die Saat in den abgekühlten Boden gelegt. Kleinigkeiten, die bei Trockenheit entscheidend sein können.

Um spontane Wetterumschwünge nutzen zu können, bietet es sich an das Rapssaatgut – vorzugsweise von wüchsigen Sorten – bereits frühzeitig auf den Betrieb zu holen. Sollte die Rapsaussaat unter den gegebenen Umständen nicht möglich sein, kann das Saatgut oft ohne großen Aufwand an den Handel zurückgegeben werden.

RAPOOL-RING GmbH, August 2022

Langjährige Versuche zeigen, dass Spätsaaten ertraglich, im Durchschnitt der Jahre nur geringfügig von Normalsaaten abweichen (Siehe Grafik). Es wird deutlich: Aussaaten bis Mitte September sind möglich. In Bezug auf Krankheiten wie Kohlhernie und Verticillium bieten spätere Saattermine sogar Vorteile, aufgrund geringerer Infektionsbedingungen. Wichtig ist - unabhängig vom Saattermin - den jungen Rapsbeständen einen guten Start zu verschaffen.

 

Saatzeit + Ertrag - Mehrjähriger Vergleich Normal- und Spätsaat

Quelle: NPZ Saatzeitenversuch Ø 170 kg N/ha, 9-20 Sorten und 1-3 Orte je Jahr
 Quelle: NPZ Saatzeitenversuch Ø 170 kg N/ha, 9-20 Sorten und 1-3 Orte je Jahr

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Bis Ende August besteht unter trockenen Witterungsbedingungen also noch kein Grund zur Eile. Selbst wenn es Anfang September zunächst trocken weitergehen sollte, ist es besser bis dahin mit der Aussaat zu warten. In jedem Fall ist es wichtig die vorliegenden Standortbedingungen bei der Bodenbearbeitung und Saat zu berücksichtigen. Mit voranschreitendem Saattermin steigt auch die Wahrscheinlichkeit für ausreichende Niederschläge nach dem Auflaufen. Diese sind wichtig, um den jungen Rapspflanzen eine möglichst gute Jugendentwicklung zu ermöglichen.

 

Wo nennenswerte Niederschläge fallen oder angesagt sind, können temporär günstige Verhältnisse für eine Rapsaussaat genutzt werden. Wenn die Möglichkeit besteht, sollte die Bodenbearbeitung und Aussaat möglichst in die Abend- und Nachtstunden gelegt werden. Das verhindert die sofortige Verdunstung der Restfeuchte in der prallen Mittagshitze. Zusätzlich wird die Saat in den abgekühlten Boden gelegt. Kleinigkeiten, die bei Trockenheit entscheidend sein können.

 

Um spontane Wetterumschwünge nutzen zu können, bietet es sich an das Rapssaatgut – vorzugsweise von wüchsigen Sorten – bereits frühzeitig auf den Betrieb zu holen. Sollte die Rapsaussaat unter den gegebenen Umständen nicht möglich sein, kann das Saatgut oft ohne großen Aufwand an den Handel zurückgegeben werden.

 

 

RAPOOL-RING GmbH, August 2022

 

Kurz gefasst


Unsere generellen Empfehlungen zur späteren Aussaat bei trockenen Verhältnissen:

 

  • Schnellwüchsige Sorten wie DAKTARI, PiCARD, LUDGER und SCOTCH wählen. 
  • Premium-Beizung mit LUMIPOSA zur Förderung der Jugendentwicklung verwenden. 
  • Saatstärke ggf. um 5 – 10 Körner/m² erhöhen.
  • Sofortige Schnecken- und Erdflohkontrollen.
  • Nach Auflauf Herbizide möglichst spät verwenden.
  • N-Startgabe zum Raps einplanen.
  • Auf gute Rückverfestigung achten.