Lebensraum Raps – was fliegt denn da?

Rapsfelder bieten vielfältige Lebensräume für unterschiedlichste Tier- und Pflanzenarten. Zur Rapsblüte sind neben den bekannten Nützlingen (z.B. Bienen und Hummeln) sowie Schädlingen (z.B. Rapsglanzkäfer, Kohlschotenrüssler oder Kohlblattlaus) auch viele nicht so bekannte Insekten im Raps zu finden. Welche Insekten sind zu finden und warum ist der Raps so anziehend?

 

Mehrjährige Untersuchungen des Niedersächsischen Landesinstitutes für Bienenkunde haben ergeben, dass restaurierte MSL-Hybridsorten eine hervorragende Bienenweide darstellen.

Pollen und Nektar

Biene mit gesammeltem Pollen auf Rapsblüte
 Biene mit gesammeltem Pollen auf Rapsblüte

Bei den umfassenden Pflanzenanalysen wurde festgestellt, dass die Antheren der Winterraps-Hybriden durchschnittlich größer waren als die der Vergleichs-Liniensorten. Auch die einzelnen Pollenkörner waren schwerer als bei Liniensorten. Diese Ergebnisse unterstreichen zwei ganz wichtige Faktoren:

  • Es gibt keine Engpässe für Bienen nach dem Winter. Die außerordentlich wichtige Ernährung mit den proteinreichen Pollen ist ihnen sicher.

  • Raps eine hervorrragende Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Er dient zusätzlich einer ausgiebigen Honigernte.


Neben den bekannten Insekten gibt es viele, die bisher nicht in den Vordergrund gestellt wurden. Im Folgenden werden zwei vorgestellt:

Märzfliege auf Rapsblüte (Bibio marci)
 Märzfliege auf Rapsblüte (Bibio marci)
Die Märzfliege (Bibio marci)

Obwohl es sich biologisch um Mücken handelt, werden diese Insekten wegen ihres Aussehens als Märzfliegen bezeichnet. Die Märzfliegen ernähren sich unter anderem vom Nektar der Rapsblüten  und unterstützen so die Befruchtung. Sie stechen nicht und sind harmlos. Zwischen April und Juni können sie häufig in Schwärmen im Raps gesehen werden. Die Larven ernähren sie sich hauptsächlich von Kot und von verrottenden Pflanzenteilen im Boden.

Die Mistbiene (Eristalis tenax)

Mistbiene auf Rapsblüte (Eristalis tenax)
 Mistbiene auf Rapsblüte (Eristalis tenax)

Die Mistbiene gehört biologisch zu den Schwebfliegen. Sie gehört zu den häufigsten Schwebfliegenarten und kann bis knapp 2 cm groß werden. Mistbienen ernähren sich vom Nektar verschiedenster Blütenpflanzen und können so auch einen Beitrag zur Bestäubung leisten. Der Name Mistbiene leitet sich von den Larven ab, die sich massenhaft in schlammigen Tümpeln und faulendem, sauerstoffarmem Wasser (auch Jauche- und Sickergruben) entwickeln können. Sie filtern schmutziges Wasser und tragen somit auch zur Klärung von Abwässern bei. Die sogenannten Rattenschwanzlarven sehen allerdings unansehnlich  aus und können plagen, wenn sie sich zur Verpuppung ausgerechnet ein trockenes Plätzchen in Haus, Hof oder Garten aussuchen. Die Mistbiene selbst ist völlig harmlos.

Mehrjährige Untersuchungen des Niedersächsischen Landesinstitutes für Bienenkunde haben ergeben, dass restaurierte MSL-Hybridsorten eine hervorragende Bienenweide darstellen.

 

Pollen und Nektar

Biene mit gesammeltem Pollen auf Rapsblüte
 Biene mit gesammeltem Pollen auf Rapsblüte

 

Bei den umfassenden Pflanzenanalysen wurde festgestellt, dass die Antheren der Winterraps-Hybriden durchschnittlich größer waren als die der Vergleichs-Liniensorten. Auch die einzelnen Pollenkörner waren schwerer als bei Liniensorten. Diese Ergebnisse unterstreichen zwei ganz wichtige Faktoren:

  • Es gibt keine Engpässe für Bienen nach dem Winter. Die außerordentlich wichtige Ernährung mit den proteinreichen Pollen ist ihnen sicher.

  • Raps eine hervorrragende Nahrungsquelle für Bienen und andere Insekten. Er dient zusätzlich einer ausgiebigen Honigernte.

 


Neben den bekannten Insekten gibt es viele, die bisher nicht in den Vordergrund gestellt wurden. Im Folgenden werden zwei vorgestellt:

 

 

Märzfliege auf Rapsblüte (Bibio marci)
 Märzfliege auf Rapsblüte (Bibio marci)
Die Märzfliege (Bibio marci)

 

Obwohl es sich biologisch um Mücken handelt, werden diese Insekten wegen ihres Aussehens als Märzfliegen bezeichnet. Die Märzfliegen ernähren sich unter anderem vom Nektar der Rapsblüten  und unterstützen so die Befruchtung. Sie stechen nicht und sind harmlos. Zwischen April und Juni können sie häufig in Schwärmen im Raps gesehen werden. Die Larven ernähren sie sich hauptsächlich von Kot und von verrottenden Pflanzenteilen im Boden.

 

 

 

 

 

 

 

Die Mistbiene (Eristalis tenax)

Mistbiene auf Rapsblüte (Eristalis tenax)
 Mistbiene auf Rapsblüte (Eristalis tenax)

 

Die Mistbiene gehört biologisch zu den Schwebfliegen. Sie gehört zu den häufigsten Schwebfliegenarten und kann bis knapp 2 cm groß werden. Mistbienen ernähren sich vom Nektar verschiedenster Blütenpflanzen und können so auch einen Beitrag zur Bestäubung leisten. Der Name Mistbiene leitet sich von den Larven ab, die sich massenhaft in schlammigen Tümpeln und faulendem, sauerstoffarmem Wasser (auch Jauche- und Sickergruben) entwickeln können. Sie filtern schmutziges Wasser und tragen somit auch zur Klärung von Abwässern bei. Die sogenannten Rattenschwanzlarven sehen allerdings unansehnlich  aus und können plagen, wenn sie sich zur Verpuppung ausgerechnet ein trockenes Plätzchen in Haus, Hof oder Garten aussuchen. Die Mistbiene selbst ist völlig harmlos.