Glanzkäfer: Raps in der Knospe
Deutschlandweit tritt der Rapsglanzkäfer stärker in Erscheinung als in den Vorjahren mit sehr geringem Befall. Der Befall in den Rapsknospen ist jedoch regional und schlagspezifisch sehr unterschiedlich. In weiten Teilen Süd- und Westdeutschlands dürfte der Zuflug der meisten Glanzkäfer bereits erfolgt sein. Mit Beginn der Rapsblüte verursachen die Käfer keinen Schaden mehr.
Abgesehen von Küstennähe und einigen Höhenlagen sind in dieser Woche bei Temperaturen über 15 °C und Sonnenschein die Bedingungen für Neuzuflug günstig. Dort, wo der Raps noch nicht blüht, sollte gegen Ende der Woche eine Kontrolle auf Befall erfolgen. Entscheidend ist der durchschnittliche Knospenbefall im Bestand – nicht die Anzahl der Käfer auf einzelnen, höher stehenden Pflanzen oder am Vorgewende. Über eine Behandlung sollte entschieden werden, sofern der Raps nicht schon dabei ist, zügig und gleichmäßig aufzublühen. Die Wirkung einer Glanzkäfer-Behandlung Mitte der letzten Woche wird die Zuflugphase in dieser Woche voraussichtlich nicht vollständig abdecken. Bei der Knospenkontrolle werden Kohlschotenrüssler auftreten, vor allem am Schlagrand. Diese sollten nicht mit Stängelrüsslern verwechselt werden.
Blütenschädlinge: Raps blüht
Es stellt sich die Frage, ob man mit einer insektiziden Blütenbehandlung mehr den Nützlingen schadet als den Schädlingen: Die Pyrethroide als zugelassene Wirkstoffgruppe wirken nur sehr begrenzt gegen die Mücke. Der Kohlschotenrüssler ist resistent. Da kann man auch den Nützlingen ungestört die Arbeit überlassen. Sie parasitieren auch die Larven des Glanzkäfers.
Rapooli der Rapsprofi