LUDGER    Die frühe Speerspitze mit Virusresistenz

  • Zweijährig Top Ertrag mit rel. 107.
  • Vitale Herbstentwicklung, Hitzetoleranz.
  • Frühere Reife, leichter Mähdrusch.

Die neue Nr. 1 im Rapsanbau

LUDGER hat einen furiosen Markteinstieg zur Aussaat 2020 hingelegt und ist auf Anhieb die größte Sorte im Markt. Ein überragendes Leistungsniveau in allen Rapsanbaugebieten 2019 und Top Platzierungen im Jahr 2020 summieren sich zu einer der konstantesten und stärksten Sorten in offiziellen Prüfungen mit rel. 107 im Kornertrag.

Vital und Robust

Im Herbst zieht LUDGER im Wachstum durch, hat eine halb aufrechte Blattstellung, die schnell die Reihen schließt und Unkraut unterdrückt. Dies prädestiniert ihn für Mulchsaaten. Eine beeindruckende Kampfkraft entwickelt LUDGER in Spätsaaten und eigenen Ultraspätsaatversuchen (s. Abb. 1). Im Frühjahr zeigt sich die Sorte als kräftiger Frühstarter mit einer schnellen Regeneration nach Winter. Stressphasen mit Blütenfrost, Trockenheit und Hitze konnten in vergangenen Jahren gut kompensiert werden. LUDGER profitiert vom Fungizideinsatz mit Triazolen, vor allem im zeitigen Frühjahr, um die Regeneration physiologisch zu unterstützen.

Frühe Reife

LUDGER zählt zu den früher abreifenden Sorten und ist auf den Punkt druschreif,
weil Korn- und Strohreife – nahezu ideal – parallel verlaufen. Trotz der frühen Reife konnte 2020 noch ein Ölgehalt von 44,5 % erreicht werden. Eigene Druschversuche zeigen bereits beim „normalen“ Erntetermin einen niedrigen Druschkraftbedarf, der bei weiterem Zuwarten um 8 bis 10 Tage nicht wesentlich geringer wird (s. Abb. 2).

Daher ist LUDGER eher für eine direkte, frühe Ernte zu empfehlen. Deutschlands größte Rapssorte punktet mit hohen Erträgen und früher Reife.

Eignung/Ausprägung (Züchtereigene Einschätzung)

  

Ertragseigenschaften

Kornertrag
gering         hoch
Ölgehalt
gering         hoch
Ölertrag
gering         hoch
 

Ertragssicherheit

Standfestigkeit
gering         hoch
Gesundheit
gering         hoch
Trockenstresstoleranz
gering         hoch
Regenerationsfähigkeit
gering         hoch
Winterfestigkeit
gering         hoch
 

Standorteignung

Leichte Böden (z.B. D-Standorte)
gering         hoch
Gute Böden (z.B. Löss-Standorte)
gering         hoch
Schwere Böden (z.B. Marschen/Höhenlagen)
gering         hoch
 

Bestandesführung

Mulchsaateignung
gering         hoch
Low-Input-Eignung
gering         hoch
Gülleverträglichkeit
gering         hoch
Mähdruscheignung
gering         hoch
   
Saatzeit
früh     ø     spät
Herbstentwicklung
verhalten     ø     wüchsig
WR-Einsatz Herbst
reduzieren*     ø     erhöhen*
Fungizideinsatz Herbst
reduzieren*     ø     erhöhen*
WR-Einsatz Frühjahr
reduzieren*     ø     erhöhen*
Fungizideinsatz Frühjahr
reduzieren*     ø     erhöhen*
Reifestaffelung
früh     ø     spät
  
* mögliche Reduzierung/Erhöhung der Aufwandmenge um 10-20% von ortsüblich möglich.

Besonderheiten

Robust bei Hitze


Abb. 1: LUDGER – Die Speerspitze auch in der Spätsaat


Abb. 2: Früheste Sorte und leichtester Mähdrusch

LUDGER

Die frühe Speerspitze mit Virusresistenz




„Wir hatten auf unserem pfluglos-wirtschaftenden Ackerbaubetrieb in Thonhausen, nahe Schmölln, wie die meisten anderen landwirtschaftlichen Betriebe in den letzten drei Jahren mit massiver Trockenheit und Umverteilung der Niederschläge zu kämpfen. Aus diesem Grund sind für uns Rapssorten wichtig, die vor Winter einen vitalen Wuchs präsentieren, robuste Einzelpflanzen bilden und auf hohem Niveau ertragsstabil sind. Im letzten Jahr konnten wir bereits in unserem eigenen Sortenanbauversuch (unterstützt von der Erzeugergemeinschaft Qualitätsgetreide und Ölsaaten Thüringen w. V.) LUDGER testen und waren von seinen Eigenschaften begeistert – langes Saatzeitfenster, robuster und vitaler Wuchs vor Winter. Erstaunlicherweise kam er mit dem Spätfrost Anfang April 2020 (- 8 °C über 8 Tage lang) gut zurecht. Außerdem hat er sehr gute Abreife- und Druscheigenschaften und trotz Vorsommertrockenheit hohe Korn- und Ölerträge. Aus Überzeugung haben wir zur Ernte 2021 gleich 54 Hektar der Sorte LUDGER angebaut.“

Bert Schädel, Thonhausen (Thüringen)

Betriebsspiegel
Betrieb:
Agrargenossenschaft Thonhausen e. G. (Thüringen)
LN: 2.035 ha, davon ca. 310 ha Raps
Niederschlag: ø 630 mm
Höhe: 250 – 331 m über NN
Boden: ø 46 BP
Kulturen: Raps, WW, WG, SG, WR, Mais, Feldgras, Körnererbsen, ZR, Sonnenblumen
Rapsertrag: 43,6 dt/ha

 

„LUDGER konnten wir bereits zur Aussaat 2019 testen und waren gleich von der enormen
Wüchsigkeit überzeugt. Wir drillen in Einzelkornsaat, da ist es wichtig, dass der Raps die Reihen frühzeitig schließt. Der Ertrag mit 54 dt/ha bei einem Ölgehalt von über 45 % hat uns begeistert. Der Drusch war ungewohnt früh und leichtzügig. LUDGER wird auch zur Ernte 2021 unsere Hauptsorte sein.“

Steffen Schwarz, Hüttenberg (Hessen)

LN: 35 ha Raps im Anbau