HATTRICK    Drei Wege zum Erfolg

  • Leistungsstärkster Aufsteiger 2017 mit rel. 106.
  • Spätsaatverträglich und winterhart.
  • Schnelle Strohabreife, früher und leichter Mähdrusch.

Klassische Sturheit – neue LSV-Leistungsspitze

Mit relativ 106 im Kornertrag und 43,9 % Ölgehalt erreicht HATTRICK einen Ölertrag von rel. 106 und ist eine der Top-Sorten 2017. Bei einer Trefferquote von über 93 % (insgesamt 57 LSV-Prüfungen) erreichte HATTRICK höhere Erträge als das Versuchsmittel. HATTRICK erzielte im Schnitt einen Mehrertrag von plus 2,7 dt/ha. Die Sorte konnte sich selbst gegen die stärksten Wettbewerbssorten – inkl. Virusresistenz – erfolgreich behaupten. Schwer, an HATTRICK vorbei­zukommen.

Klassisch norddeutsche ­Robustheit

Der Robusttyp ist nicht nur in Mecklenburg-Vorpommern (D-Nord) und den Marschen allererste Wahl, sondern überall dort, wo Ausdauer gefragt ist. HATTRICK ist ein Schnellkeimer, der besonders an kühle Keimtemperaturen angepasst ist, Spätsaatverträglichkeit und Mulchsaateignung inklusive. Bei wechselnden Bodenarten ist die Durchsetzungskraft auf schweren oder nassen Stellen bereits 2015 und 2016 aufgefallen. Die langen kalten Frühjahre der letzten beiden Jahre mit frostiger Blüte und zeitweiser Trockenheit hat HATTRICK als Härtetest erfolgreich überstanden.

Klassischer Überlebenskünstler

In einem eigenen Flutungstest wurden verschiedene Sorten im 6-Blattstadium 10 Tage künstlich unter Wasser gesetzt und die Regeneration nach weiteren zehn Tagen beobachtet. Auch hier gehörte HATTRICK zu den Typen, die trotz beginnender sichtbarer Absterbesymptome der Feinwurzeln ein neues Wachstum im Wurzelwerk und der Blattmasse zeigten. Das ist beachtlich, weil bereits in früheren Tests auch bei künstlichen Wurzelschäden ein aktives Wurzelneuwachstum nachgewiesen werden konnte.

Klassisch früher Mähdruschtyp

Manchmal sind die Druschtage oder Druschkapazitäten wirklich knapp. HATTRICK „kennt“ das und ist in seiner mittleren Reifegruppe einer der Früheren. Die ebenfalls frühe Stängelreife (geringe Reifeverzögerung Note 4) erlaubt einen frühen Mähdruschbeginn, wenn es erforderlich ist. In eigenen Versuchen konnte nachgewiesen werden, dass der schnelle Wasserverlust im Stängel und der leichtzügige Mähdrusch der Referenzsorte AVATAR sehr nahe kommen.

 

Eignung/Ausprägung (Züchtereigene Einschätzung)

  

Ertragseigenschaften

Kornertrag
gering         hoch
Ölgehalt
gering         hoch
Ölertrag
gering         hoch
 

Ertragssicherheit

Standfestigkeit
gering         hoch
Gesundheit
gering         hoch
Trockenstresstoleranz
gering         hoch
Regenerationsfähigkeit
gering         hoch
Winterfestigkeit
gering         hoch
 

Standorteignung

Leichte Böden (z.B. D-Standorte)
gering         hoch
Gute Böden (z.B. Löss-Standorte)
gering         hoch
Schwere Böden (z.B. Marschen/Höhenlagen)
gering         hoch
 

Bestandesführung

Mulchsaateignung
gering         hoch
Low-Input-Eignung
gering         hoch
Gülleverträglichkeit
gering         hoch
Mähdruscheignung
gering         hoch
   
Saatzeit
früh     ø     spät
Herbstentwicklung
verhalten     ø     wüchsig
WR-Einsatz Herbst
reduzieren*     ø     erhöhen*
Fungizideinsatz Herbst
reduzieren*     ø     erhöhen*
WR-Einsatz Frühjahr
reduzieren*     ø     erhöhen*
Fungizideinsatz Frühjahr
reduzieren*     ø     erhöhen*
Reifestaffelung
früh     ø     spät
  
* mögliche Reduzierung/Erhöhung der Aufwandmenge um 10-20% von ortsüblich möglich

HATTRICK - Geringe Strohfeuchte für einen leichten Mähdrusch.jpg


HATTRICK - Starke Leistung mit hoher Ertragsstabilität.jpg

Zweimal überzeugt:

"Im Anbaujahr 2017/18 war HATTRICK schonungslos unseren Standort- und Witterungsbedingungen mit extremer Frühjahrstrockenheit ausgesetzt, sodass ich mit größten Befürchtungen in die Ernte 2018 startete. Umso größer war die Erleichterung nach der Ertragsauswertung: HATTRICK trotzte dem schwierigen Schlag (35 BP bei 3 jähriger Raps-Fruchtfolge) rund 21 dt/ha (40,4 % Ölgehalt) ab und konnte auf dem zweiten Schlag (88 BP bei weitgestellter Fruchtfolge) mit 48 dt/ha (44,0 % Ölgehalt) vollends überzeugen. HATTRICK baue ich 2018/19 wieder an.“

Joachim Thiele,
Hundisburg (Sachsen-Anhalt)


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