Zuchtfortschritt bei der Stickstoffeffizienz

Im Zuge der Düngeverordnung rückt die Effizienz der Sorten in Punkto Stickstoff vermehrt in den Vordergrund. Aber nicht erst seit der Dünge-VO ist N-Effizienz ein wichtiges Zuchtziel bei RAPOOL.

45 Jahre Ertragsfortschritt
 45 Jahre Ertragsfortschritt
Neben dem Betriebsmanagement haben auch der Standort und der damit erschließbare Wurzelraum, aber vor allem die Sortenleistung und somit die Züchtungsleistung großen Einfluss auf die sortenspezifische Stickstoffeffizienz. Jüngere Rapssorten sind den älteren nicht nur in der Stresstoleranz gegenüber jahresspezifischer abiotischer Faktoren überlegen, sie sind auch in der Lage ein besonders ausgeprägtes Wurzelwerk zu bilden, wodurch sie den Stickstoff tieferer Bodenschichten besser erschließen und nutzen können.

Mehrjährige Anbauversuche zum Zuchtfortschritt mit Winterrapssorten unterschiedlicher Zulassungsjahre von 1970 – 2015 zeigen, dass in den vergangenen 45 Jahren ein jährlicher Ertragsfortschritt von ca. 0,42 Dezitonnen pro Hektar erreicht wurde.

 
Neue ertragreiche Sorten können außerdem eine limitierte Stickstoffdüngung effizienter in Kornertrag umwandeln als ältere Sorten. In den Anbaujahren 2018 und 2019 benötigt Winterraps aus dem Zulassungsjahr 1970 (Diamant) im Mittel ca. 5,6 kg/ha Stickstoff pro Dezitonne Kornertrag, wobei die Vergleichssorte (Bender) aus dem Zulassungsjahr 2015 nur noch 3,1 kg/ha Stickstoff pro Dezitonne Kornertrag benötigt. Aktuelle Top-Sorten aus dem RAPOOL-Sortiment zeigen sogar eine noch höhere Stickstoffeffizienz. Daraus wird deutlich, dass mit der ertragreichsten Sorte auch die beste N-Verwertungseffizienz erreicht wird.

Weitere Anbauversuche aus den Jahren 2015 – 2019 mit reduzierter Stinkstoffdüngung ergaben, dass der Kornertrag um ca. 1,4 Dezitonnen pro Hektar sinkt, wenn die Stickstoffdüngung von 170 kg N/ha auf 120 kg N/ha limitiert wird. 

 

Diese Versuche ergaben allerdings auch, dass Raps die Reduzierung der Stickstoffdüngung, um ca. 50 kg/ha, mit bis zu 0,6 % höheren Ölgehalten am Markt kompensieren kann. Dadurch wird deutlich, dass Raps zukünftig eine echte Alternative für Standorte in nitratbelasteten Gebieten ist.


 



Ihre Meinung ist uns wichtig!

Machen Sie jetzt mit bei unserem Rapserdflohmonitoring.
Unter den Teilnehmern verlosen wir attraktive Preise.

Teilnahmeschluss: 31. Dezember 2020

Ja, ich möchte teilnehmen